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Wolfsberg setzt auf intelligente Müllinsel-Überwachung

Bild: pixabay
Immer mehr Müll wird illegal an Sammelstellen entsorgt. Manche Sammelstellen "stinken" bereits zum Himmel.

Um der illegalen Müllentsorgung etwas entgegen zu setzen beschließt die Stadtregierung von Wolfsberg einen Probebetrieb mit intelligenter Technik zu starten. Die Mülltonnen bekommen Sensoren. Die Technik soll dann melden, wann die Tonne voll sind. Gegen Kameras bei den Müllinseln wehrt sich der Stadtchef noch, das sei ein heikles Thema, meint er. Aber durch die Sensorenmeldung können Mitarbeiter des Recyclinghofes rascher ausrücken und die Tonnen leeren.

Eine weitere Massnahme soll das Einzäunen der Müllinseln sein, denn immer wieder finden sich Gelbe Säcke aus anderen Gemeinden, die dort abgelegt werden. Dazu kommen Matratzen, Fahrräder und vieles mehr. Obwohl die Müllinseln, wegen der Geruchsbelästigung, im Stadtkern bereits geschlossen wurden, finden sich bei den anderen Müllentsorgungsstellen der Stadt genau dieselben Ansammlungen. Der Bürgermeister hofft mit den Sensoren vorerst die illegale Müllentsorgung zu reduzieren. Über ein Einzäunen wird nachgedacht. Es ist aber eine Kostenfrage, denn wie wird der Zugang für die Gemeindebürger*innen dann geregelt?

In Österreich regelt das Abfallwirtschaftsgesetz die Entsorgung von Müll. Er wird in die diversen, von den Gemeinden zur Verfügung gestellten, Tonnen geworfen oder an Abfallsammelstellen oder Deponien abgegeben. Da wollen sich viele den Weg ersparen. Eine illegale Entsorgung kostet, wenn man erwischt wird, je nach Gefährlichkeit des Abfalls von 730 bis 36.000 Euro.

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