KÄRNTEN ECHO

Welttag der Feuchtgebiete und 50 Jahre Ramsar-Konvention

Sablatnigmoor mit Obir-Spiegelung. | Bild: Sablatnigmoor mit Obir-Spiegelung.
Die 36. Tagung des „Nationalen Ramsar-Komitees“ findet im September 2021 in Kärnten statt.

Gestern, vor genau 50 Jahren, wurde in der iranischen Stadt Ramsar das weltweit einzige internationale Abkommen zum Schutz von Feuchtgebieten beschlossen. In Kärnten befinden sich aktuell fünf ausgewiesene Ramsar-Schutzgebiete.

„Das Sablatnigmoor, das Autertal/St. Lorenzener Hochmoor, das Hörfeld Moor, die Moor- und Seenlandschaft Schiefling-Keutschach und die Obere Drau sind geprägt von einer besonderen Artenvielfalt und Biodiversität. Sie bilden einzigartige Lebensräume und sind wichtige Wasser- und CO2-Speicher. Im Rahmen einer sinnvollen Bewirtschaftung tun wir alles, um diese Naturparadiese zu erhalten“, erklärt Naturschutzreferentin LR.in Sara Schaar (SPÖ).

„Ramsar steht sowohl für den Schutz der Feuchtgebiete als auch für eine wohlausgewogene Nutzung. Diese wohlausgewogene Nutzung kann viele Bereiche umfassen – Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Tourismus, Erholung, Bildung, Gesundheit. Wichtig ist immer die Identifikation mit dem Gebiet: ich nutze es, ohne damit Schaden anzurichten und schütze gleichzeitig die einzigartige Vielfalt“, so Klaus Krainer, Vertreter des Landes Kärnten im Ramsar-Komitee, in einer Presseaussendung.

„Das Sablatnigmoor ist ein wertvolles Kleinod im östlichen Klagenfurter Becken und das älteste Ramsar-Gebiet in Kärnten. Es beheimatet weit mehr als 2000 verschiedene Tierarten und ist ein bedeutendes Vogelschutzgebiet. Moore sind wichtige Wasserspeicher und dämpfen die Hochwasserproblematik nach Starkniederschlägen. Der in Moorböden vorkommende Torf ist zudem weltweit betrachtet ein riesiger Kohlenstoffspeicher. Das Ramsargebiet Sablatnigmoor bietet auch ein Informationszentrum, das ab Mai geöffnet ist und freut sich interessierten Besuchern seine Schönheiten zu präsentieren zu dürfen“, so der Biologe Thomas Schneditz, Gebietsbetreuer Sablatnigmoor, abschließend.

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