KÄRNTEN ECHO

Vergiftung von Alexei Nawalny bringt Russland unter Druck

Alexei Nawalny | Bild: Wiki Commons
EU droht mit Sanktionen, Österreich trägt die gemeinsame Erklärung mit

Ob der Mordanschlag des schärfsten Regierungskritikers der russischen Regierung von einem Oligarchen und Günstling Putins oder direkt aus dem Kreml heraus befohlen wurde, entzieht sich noch den gerade tätigen Behörden. Ein Kreml-Sprecher bestätigte die Aufnahme von Untersuchungen, wenn die Informationen über Gift in den Proben belegt würden.

Am Mittwoch war die deutsche Kanzlerin Angela Merkel vor die Kameras getreten und hatte von eindeutigen Beweisen dafür gesprochen, dass Nawalny mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet worden sei. Das hätten Untersuchungen an der Berliner Charité ergeben. Sein Zustand gilt mittlerweile als stabil und nicht mehr akut lebensbedrohlich, er liegt allerdings weiterhin im Koma.

Aussenminister Schallenberg berief den russischen Botschafter zu sich und teilte mit, dass Moskau nun Klarheit schaffen müsste. Die EU müsste ein klares Signal Richtung Russland senden und Aufklärung verlangen. In der gemeinsamen Erklärung wurden drei Forderungen aufgestellt: eine transparente Untersuchung des Anschlags, die Kooperation mit der Chemiewaffen-Verbotsorganisation OPCW und dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
Auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg fordert dasselbe.