KÄRNTEN ECHO

UNO-Welternährungsprogramm (WFP) ist Friedensnobelpreisträger 2020

Bild: pixabay
Weltweiten Hunger zu lindern und dadurch zu verhindern ist Friedensarbeit, so die Begründung des Nobelpreiskomitees

Atmen, Trinken, Essen, Schlafen.
Ohne diese biologischen, lebenserhaltenden Bedürfnisse können wir nicht existieren. Das vergessen wir, weil es für uns selbstverständlich ist, gute Luft zu atmen, sauberes Wasser zu trinken, genug zum Essen (soviel, dass wir es wegwerfen können) zu haben und in Sicherheit schlafen zu können.

Jetzt hat das Nobelpreis-Komittee mit der Verleihung des Friedensnobelpreises an das UNO-Welternährungsprogramm eines dieser Bedürfnisse, Essen, hervorgehoben.

In der Begründung wurde hervorgehoben, dass die weltweite Verhinderung von Hunger Friedensarbeit sei.
Auch sei durch die Corona-Krise Mangelernährung zu einem zusätzlichen Risikofaktor geworden. Deshalb sei ausreichende Ernährung auch eine Möglichkeit, die Ausbreitung des Virus zu erschweren, da hungrige Menschen eher krank werden.

2019 litten 690 Millionen Menschen an chronischem Hunger.
Hunger hat viele Ursachen: Klimakatastrophen, soziale Ungleichheit (Frauen, Kleinbauern, Armut), industrielle Landwirtschaft, Landgrabbing, Spekulationen mit Grundnahrungsmitteln, industrielle Tierhaltung. Alle diese Ursachen sind der Boden für Wanderbewegungen innerhalb von Ländern und Migration in andere Ländern. Sie sind die Ursache von sozialen Konflikten, terroristischen Entwicklungen, Kriegen. So ist also die Verhinderung von Hunger die beste Friedensarbeit und trage zur Stabilität in den jeweiligen Ländern bei.

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