KÄRNTEN ECHO

Umbau des Sparmarktes in Viktring regt auf

Bild: pixabay
Obwohl Handelskonzerne mit "Nachhaltigkeit" werben ist bei der realen Umsetzung vor Ort dann oft nichts davon zu bemerken.

Die großen Handelsketten in Österreich (Spar, Rewe, Hofer, Lidl) ziehen alle verfügbaren Register um Kund*innen in ihre Filialen zu locken. Von Billig bis Bio – da wird das ganze Sortiment angeboten.

Und natürlich wird bei Neu- und Umbau von der hauseigenen Marketingabteilung verkündet wie großartig jetzt die Energieeffizienz der neuen Filiale wird. Holz von heimischen Betrieben, Photovoltaik zur Deckung des eigenen Energiebedarfs, Mülltrennung, Teilnehmen an Zero Waste Aktionen, eigene Blühwiesen für die Rettung der Bienen anlegen usw. Aber, wie schon gesagt, alles nur Marketing. Das einzige, was wirklich zählt ist, was am Abend in der Kassa ist.

In Viktring wurde der Sparmarkt umgebaut. Es gibt dort einen großen Parkplatz gleich beim Kreisverkehr. Die Gestaltung des Parkplatzes ärgert nun Bewohner von Viktring, denn auch der neue Parkplatz bleibt asphaltiert.

Vikringer Bürger meinen, eine Neugestaltung des Parkplatzes mit positiven Umsetzungsmöglichkeiten wäre in Zeiten des Klimawandels schon möglich gewesen.
Worauf Spar argumentiert, es werden eh mehr Bäume gepflanzt als vorgeschrieben, zwar am Rand des Parkplatzes, aber doch. Aber eigentlich sind das noch keine Bäume, sondern Bäumchen. Die Sommer werden es zeigen, ob diese Bäumchen überleben und ob der Parkplatz nicht zu einer Glutwüste verkommt.

Auch Stadtgarten- und Umwelt-Stadtrat Frank Frey (GRÜNE) meldete sich zu Wort: laut ihm sei genau vorgeschrieben wieviele Bäume Spar pflanzen muss und auch, dass diese Bäume sich direkt auf dem Parkplatz befinden müssen und nicht irgendwo am Rand.

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