KÄRNTEN ECHO

Studie von Ja! Natürlich, Greenpeace und FiBL: So können wir 40 Prozent der ernährungsbedingten Emissionen einsparen

Bild: pixabay
Wissenschaftliche Untersuchung zeigt, wie durch biologische und gesunde Ernährung jährlich bis zu 5,3 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart werden können

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die Bio-Marke Ja! Natürlich zeigen in einer aktuellen vom Forschungsinstitut FiBL durchgeführten Studie, wo angesetzt werden muss, um unsere Ernährung klimafreundlich zu gestalten. Konkret können durch eine gesunde und fleischreduzierte Bio-Ernährung in Österreich bis zu 5,3 Millionen Tonnen an Emissionen jährlich eingespart werden – das sind 40 Prozent aller ernährungsbedingten Treibhausgase und entspricht den jährlichen Emissionen von Tirol. Für die Studie wurden die Treibhausgasemissionen von Produkten aus biologischer, konventioneller sowie regionaler Produktion berechnet. Der Warencheck belegt: Konventionelle Produkte weisen, selbst wenn sie aus regionaler Produktion stammen, eine schlechtere Klimabilanz auf als Bio-Produkte. Die Bio-Produkte schneiden durchschnittlich 25 Prozent besser ab, als die Konventionellen. Sind die Bio-Lebensmittel auch regional produziert, verbessert sich dieser Wert auf 31 Prozent.

Die Studie zeigt neben gravierenden Problemen in unserem Ernährungssystem auch Lösungswege auf. „Wenn eine vierköpfige Familie ihren Fleischkonsum auf ein gesundes Maß reduziert, lebt sie nicht nur gesünder – sie kann auch den Bio-Anteil ihrer Ernährung um 70 Prozent steigern – und das ohne Mehrkosten”, betont Greenpeace-Expertin Lehner: “Die Familie könnte dadurch 38 Prozent der verursachten Treibhausgase einsparen.”

Zur Empfehlung der Studie, im Sinne des Klimas weniger Fleisch zu konsumieren und wenn dann zu Bio-Fleisch zu greifen, betont Andreas Steidl, Geschäftsführer und Leiter des Produkt-, Qualitäts- und Rohstoffmanagements von Ja! Natürlich: „Die Studie zeigt eindrucksvoll die Bedeutung artgerechter Fütterung und heimischer Futtermittel für den Klima-Impact von Fleisch. Die Verwendung lokaler sowie vielfältiger und biologisch erzeugter Futtermittel resultiert in einer positiveren Klimabilanz bei Bio-Fleisch. Die Empfehlung muss also sein, dass wenn man sich Fleisch gönnt, dieses aus heimischer Bio-Produktion stammen sollte.“

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