KÄRNTEN ECHO

Schulterschluss im Klagenfurter Rathaus gegen Hass und Homophobie

Bild: StadtKommunikation
Erstmals in der aktuellen Legislaturperiode kommt es zu einer eindeutigen, gemeinsamen Positionierung der Klagenfurter Stadtregierung und der Gemeinderatsklubs aller Parteien gegen Intoleranz und Hassbotschaften.

Die Vertreter der Stadt Klagenfurt verurteilen in einer gemeinsamen Erklärung jede Form von Vandalismus und Hassparolen auf das Schärfste und rufen zur Gemeinsamkeit und Toleranz auf. Bereits im Anschluss an die Pride-Kundgebung in Klagenfurt ist es zu Übergriffen auf Teilnehmer*innen gekommen, die mittlerweile aktenkundig sind. Am Dienstag wurden zudem die Regenbogenwand und Sitzbänke im Lendhafen mit homophoben Hassbotschaften beschmiert. Am Freitag meldeten sich dazu Stadtsenatsmitglieder und Gemeinderatsclubs zu Wort und reagierten mit großer Bestürzung auf die Vandalismusakte und Übergriffe.

Bürgermeister Christian Scheider weist in seiner Stellungnahme auf die Rolle von Klagenfurt als „pulsierendes Herz“ des Alpen-Adria-Raums hin. Hier wären Diskrimierung, Hass und Vandalismus fehl am Platz.
Auch Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler sieht im Vandalismus und den Sachbeschädigungen strafbare Handlungen, die besonders „widerlich sind, wenn sie sich gegen Werte wie Gleichbehandlung, Vielfalt und Toleranz richten“. Zusätzlich weist er auf die Zerstörung des Kunstwerks von Urban Playground hin.
Klare Worte findet auch Vizebürgermeister Alois Dolinar, der bestätigt, dass Ausgrenzung, Diffamierung und Diskriminierung in Klagenfurt nicht mehr zugelassen werden.

Die Stadträte Franz Petritz (SPÖ) und Max Habenicht (ÖVP) sowie Stadträtin Corinna Smrecnik (SPÖ) verurteilen ebenso die Übergriffe und Attacken und betonen, dass der Zusammenhalt in einer toleranten Stadt wie Klagenfurt wichtig für ein angstfreies Zusammenleben aller Mitbürger und Mitbürgerinnen ist.

Etwas allgemeiner ist die Haltung der Stadträtin Sandra Wassermann, die sich besonders über den Vandalismus in den WC-Anlagen und städtischen Friedhöfen beklagt und nach vermehrter Kontrolle des Ordnungsamtes ruft.

Besonders deutlich thematisiert Gemeinderat Janos Juvan (NEOS) die Übergriffe bei der Pride-Kundgebung und den Vandalismus im Lendhafen indem er meint, dass wir „wirklich nichts Wichtigeres zu tun haben, als laufend daran zu arbeiten, dass sich unsere Gesellschaft in die richtige Richtung hin zu einem „Besser“ für uns alle zu entwickeln hat.“