KÄRNTEN ECHO

Meilenstein für sanfte Naturpark Entwicklung

Bild: Pixabay
Der Almbereich von der Aichingerhütte bis zum Dobratschgipfel stellt einen der wertvollsten und fragilsten Bereiche des Naturparks dar. Dieser Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten soll gemeinsam für die nächsten Generationen gestaltet und bewahrt werden.

Alle Interessensgruppen haben sich auf eine gemeinsame Vorgangsweise zum Erhalt und Schutz der Almlandschaft am Dobratschgipfel geeinigt. Die Grundsatzvereinbarung für die Besucherlenkung im Naturpark Dobratsch ist ein Musterbeispiel für modernen Naturschutz.

In einem zweijährigen Prozess haben sich alle wichtigen Partner am Berg, der Alpenverein, die Grundbesitzer, die Tourismusregion Villach, die Jägerschaft, die Bergwacht, die Villacher Alpenstraße, der Naturschutz und die Gemeinden auf eine gemeinsame Vorgangsweise für die künftige sanfte Lenkung der Besucherströme geeinigt.

Der Dobratsch-Almbereich wird im Sommer als Wanderberg und im Winter als Wander- und Schitouren Berg positioniert. Trendsportarten wie Mountainbike, Paragleiten oder Drohnenflüge sind im Naturraum nicht erwünscht. Außerdem wird dem Prinzip der Wegeempfehlung größte Bedeutung beigemessen.

Villachs Naturpark-Referentin Vizebürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner (SPÖ) erklärt:„Der Dobratsch ist ein Naturjuwel. Mit seiner Verwandlung in einen Naturpark haben wir nicht nur ein Erfolgsprojekt aus der Taufe gehoben, sondern auch ein wichtiges Zeichen gesetzt: Wir wollen den Dobratsch mit aller gebotenen Sorgfalt, Sensibilität und Achtung nutzen. Diese Spielregeln haben wir uns selbst auferlegt. Dazu bekennen wir uns.“