KÄRNTEN ECHO

Plastikpfand soll diese Woche konkretisiert werden

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Wirtschaft ist vehement dagegen und warnt vor Kostenexplosion, eine Studie der AK relativiert die Vorbehalte

In dieser Woche noch will Umweltministerin Leonore Gewessler ihre Pläne zur Einführung des Plastikpfands bekräftigen. Wirtschaftskammer-Generalsekretär Karlheinz Kopf argumentiert dagegen und bringt  Mehrkosten von 60 Millionen Euro für das Pfandsystem ins Spiel.

Eine Studie der AK widerlegt die Befürchtungen der Wirtschaft. Werner Hochreiter von der AK Abteilung Umwelt und Verkehr zeigt auf, das die kostengünstigere Variante das Pfand auf Einweg-Kunststoff-Getränkeflaschen und Dosen ist. Die Wirtschaft favorisiert dagegen den Ausbau der ARA, die mehr Plastiktonnen und Gelbe Säcke zur Verfügung stellen soll.

Bis jetzt hat sich aber das Plastiksammelsystem nicht bewährt, denn die angepeilten 90%, die die EU vorschreibt, wurden dadurch nicht erreicht und viel Plastikmüll landet einfach in der Natur. Gibt es aber die Möglichkeit das Plastikgebinde überall zurückzugeben, so kann die Recyclingquote gut erreicht werden.

Ein Nachsatz noch. Die Produzenten von Plastikgebinden präferieren aus wirtschaftlichen Gründen die Einwegflasche. Ein Pfand könnte also auch den Herstellungsprozess von weniger Einweg- zu mehr Mehrweg-Plastikflaschen verlagern. Was auch den Produktionsprozess von Plastikflaschen nachhaltiger und ökologischer macht.

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