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Pflanzen als Messindikatoren: Klimagärten auf der Donauinsel in Wien

Gutes Klima für die Donauinsel: EU-Projekt LIFE DICCA | Bild: wien.gv.at
Seit Kurzem gibt es auf der Donauinsel drei phänologische Gärten. Dort werden die Zusammenhänge zwischen dem saisonalen Zyklus von Pflanzen und dem Klima untersucht.

Als Wiens größtes Erholungsgebiet am Wasser ist die Donauinsel Teil des EU-Projekts „LIFE DICCA“. Das bis 2023 laufende Projekt zielt darauf ab, den negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Donauinsel entgegenzuwirken. Dafür sollen bestimmte Maßnahmen umgesetzt werden, um somit das Ökosystem und Naherholungsgebiet Donauinsel zu schützen. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem die Schafbeweidung, das Setzen von neuen Bäumen und Pflanzen, neue Teiche sowie ein nachhaltiges Bewässerungssystem für diese.

Und seit neuestem gibt es drei phänologische Gärten, die als Messinstrumente dienen. Gemeinsam mit der der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat die Stadt Wien drei solche Klimagärten errichtet. Dafür wurden im April heimische Baum- und Straucharten gepflanzt. Dazu zählen beispielsweise Bergahorn, Kornelkirsche, Flieder und Schwarzer Holunder. Durch Beobachtung und Dokumentation der Pflanzen werden wissenschaftliche Daten gesammelt.

Auch Besucherinnen und Besucher der Gärten werden eingeladen die gesetzten Bäume und Sträucher über das Jahr zu beobachten und zu dokumentieren. Mit Hilfe der „Naturkalender“-App der ZAMG kann man Fotos der Pflanzen hochladen. Dadurch werden wertvolle Daten zur Klimaforschung gesammelt und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Pflanzenwelt erforscht. Je mehr Personen ihre Beobachtungen teilen, desto besser ist die Datenbasis für wissenschaftliche Auswertungen zur Erforschung des Klimas.

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