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Pestizidatlas von GLOBAL 2000 verärgert die Verursacher

Bild: pixabay
Die GLOBAL 2000 Studie zu Pestiziden, kurz Pestizidatlas genannt, sorgt für gehörigen Ärger bei der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) und der Landwirtschaftskammer Österreich. Was aber ist dieser Pestizidatlas?

In Kooperation mit NGO’s wie GLOBAL 2000, dem Pestizid-Aktions-Netzwerk (PAN Germany), der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wurde der diesjährige Pestizidatlas herausgebracht. Kaum kam es zur Veröffentlichung gab es harsche Kritik von der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) und der Landwirtschaftskammer Österreich.

Die Argumentationen der IGP laufen darauf hinaus den Atlas als unwissenschaftlich zu bezeichnen. Und wie in der Presseaussendung dazu vermerkt wird, ist der Pestizidatlas der „Versuch die Industrie als Innovationsbranche und Arbeitgeber schlecht zureden.“
Auch die LWK lehnt den Pestizidatlas ab und bezeichnet die Veröffentlichung von GLOBAL 2000 sogar als Ursache „für die Skepsis gegenüber Wissenschaft und Forschung“. Und weiter „sei die Abwehrhaltung mancher Menschen gegenüber der Pharmazeutik sowie ihren Medikamenten und Impfstoffen sind  (kein) Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Verunsicherungen. Denn … „sehr oft sind es ja dieselben Firmen, die im Bereich der Medikamente genauso forschen wie im Bereich der Pflanzenschutzmittel“.

Der Pestizidatlas 2022 weist auf den weltweiten Einsatz an Giften zur Lebensmittelproduktion hin. Und zeigt auf, dass wir zwar hier in Europa „möglicherweise“ weniger Gifte versprühen, aber in den außereuropäischen Ländern der Einsatz von Pestiziden immens angestiegen ist. Sehr schön in diversen Abbildungen gezeigt.
Der Einsatz von Pestiziden führt zu anhaltenden Belastungen von Mensch, Natur und Umwelt. So lassen sich an Luftmessstellen Pestizide nachweisen, die bis zu 1000 Kilometer weit entfernt ausgebracht wurden. Auch in Naturschutzgebieten finden sich Pestizidrückstände. Insbesondere Gewässer, die in der Nähe von landwirtschaftlich genutzten Gebieten sind, weisen eine hohe Pestizidbelastung auf.

Die Studie spricht vom lukrativem Gift, denn mit den Einsätzen von Giften zur Lebensmittelprouktion ist sehr, sehr viel Geld zu verdienen. Mit unabsehbaren Folgen für uns selbst. Zum Beispiel ist Morbus Parkinson (fortschreitender Verlust von Nervenzellen) die anerkannte Berufskrankheit der französischen Winzer, den viele Pestizide sind Nervengifte.

Hier der Pestizidatlas zum bestellen: https://www.global2000.at/publikationen/pestizidatlas-2022

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