KÄRNTEN ECHO

Pandemic fatigues: Was ist das?

Bild: pixabay
Die WHO spricht von einer Corona-Erschöpfung der Bevölkerung. Immer weniger Menschen sind motiviert, die empfohlenen Sicherheitsvorkehrungen und Verhaltensweisen zu befolgen.

Das ist, möglicherweise, einer der Gründe warum die Inzidenz, trotz strengen Lockdownvorschriften, sich um 110 einpendelt. Der WHO-Regionaldirektor für Europa weist darauf hin, dass diese Müdigkeit in der Gesellschaft, nennen wir sie auch Verdrossenheit, völlig normal ist. Die Bürger hätten große Opfer gebracht, sie sind erschöpft. Die Lockdowns haben außergewöhnliche Kosten verursacht und es ist trotzdem kein Ende in Sicht.

Im Gegensatz zum Frühjahr vorigen Jahres, wo die Menschen noch motiviert waren durchzuhalten und durch die Krise zu tauchen, fehlt jetzt vielen die Energie. Wir wissen nicht, wann das «Danach» kommt und wie es überhaupt aussehen soll.
Gesundheitsexperten erklären, dass wir dringend aufhören sollten von einer Rückkehr zur Normalität zu reden. Diese Normalität, wie wir sie von früher – vor einem Jahr – kannten wird es nicht mehr geben. Das Virus hat uns vor Augen geführt, dass die Art, wie wir leben und unsere Gesellschaft strukturiert ist, nicht mehr funktioniert.

Das klingt nicht gut. Aber das eigentliche Problem ist, dass aufgrund dieser Corona-Fatigue die Zahl der Leute, die sich nicht an Vorschriften halten, steigen wird. Europaweit sei man deshalb im regen Austausch, um nicht nur Corona, sondern auch die damit verbunden Pandemie-Müdigkeit zu bekämpfen. Das Ziel sei es, die Leute erneut zu motivieren, sich weiterhin solidarisch zu zeigen – und das könne nur gelingen, wenn sie  sich in ihren Sorgen wahrgenommen fühlen.

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