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Orthopäden warnen vor Homeoffice-Hälsen

Bild: pixabay
Das Arbeiten von zuhause belastet den Bewegungsapparat oft stärker als im Büro. Es gibt aber Abhilfe.

Das berühmte Arbeiten „aus dem Homeoffice“ führt oftmals zu einer sehr ungünstigen Auswirkung auf den Bewegungsapparat, warnt Dr. Thomas Rustler, Oberarzt am Wirbelsäulenzentrum Wien-Speising (Orthopädisches Spital Speising).

Da zuhause die Arbeitsplatzsituation häufig weniger ergonomisch als im Büro ist, vor allem am Laptop, wird die Brustwirbelsäule durch den ständigen Blick nach unten gekrümmt, die Halswirbelsäule überstreckt. Diese Bedingungen können zu Muskelverspannungen und Ausstrahlungskopfschmerzen führen.

Zusätzlich können Stresssituationen zuhause die muskuläre Verspannung fördern.

Die negativen Auswirkungen auf den Bewegungsapparat sind jedoch kein Grund, vom Homeoffice gänzlich abzusehen: Man kann – und soll – sich seinen Heimarbeitsplatz durchwegs ergonomischer einrichten: Den Laptop höher positionieren (etwa auf dicken Büchern lagern) oder im Idealfall am Desktop-PC arbeiten.

Und auch regelmäßige Haltungswechsel sowie Lockerungsübungen haben sich als effiziente Gegenmaßnahmen erwiesen.

Bei Schmerzen am Bewegungsapparat durch Homeoffice hilft auch ein einfaches Hausmittel: „Wärmeanwendungen sind immer empfehlenswert“, unterstreicht Dr. Rustler; etwa durch Kirschkernpolster, die in der Mikrowelle warm gemacht werden

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