KÄRNTEN ECHO

Österreichischer Einzelhandel durch Onlinbestellungen in Bedrängnis

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Studie weist nach, dass sich das Einverkaufsverhalten der Bevölkerung ins Internet verlagert

Im Jahr 2020 haben – vorsichtig geschätzt – bereits 9,5 Prozent der Einzelhändler in Österreich ihren Betrieb geschlossen. Im jüngst vom Handelsverband abgehaltenen E-Comemrce-Day wurde die jüngste Studie vorgestellt, die belegt, dass die starken Zuwächse im Online Handel weiter angestiegen sind. Von Mai 2019 bis April 2020 stiegen die Ausgaben im Internethandel um 11 Prozent. Die Wochen des Lockdowns waren ein Weckruf für den östereichischen Handel.

Es gab Verlierer aber auch Gewinner. Verloren haben jene Betriebe, die es nicht über sich brachten einen Onlineshop zu betreiben. Gewinner waren jene, die sich in Online-Plattformen wie z. B. Shöpping.at vernetzen konnten. Die Zeit der besucherlosen Geschäfte hat gezeigt, dass die Tendenz im Einkauf in Richtung Online-Marktplatz geht, denn im stationären Handel sanken die Umsätze um bis zu 22 Prozent.

Allgemeiner Tenor der Veranstaltung: die österreichischen Händler müssen bei der Digitalisierung unterstützt werden, damit sie stärker im Internet auftreten können. Dieser Ansicht ist auch Sonja Lauterbach, Initiatorin der Plattform EPU Österreich, die meint, kleine und mittlere Handelsbetriebe müssen beim Entwickeln eines Onlinshops unterstützt werden, den während des Lockdowns wären viele kreative Lösungen entstanden.