KÄRNTEN ECHO

Österreich bereitet sich auf einen Lockdown light vor

Bild: pixabay
Ampel-Kommission stellt Österreich auf rot um, was zu weitgehenden Bewegungseinschränkungen führen könnte. Änderungen dazu werden nächste Woche veröffentlicht.

Die stark gestiegenen Infektionszahlen der letzen Tage brachten die Corona-Experten-Kommission dazu, ganz Österreich auf die Ampelfarbe „Rot“ umzusetzen. Die Medien sind voller Vermutungen, was das nun für die Bevölkerung bedeuten könnte.

Da es in Deutschland bereits deutlich strengere Maßnahmen zur Eindämmung der steigenden Infektionszahlen gibt, wird vermutet, dass die österreichische Regierung ähnliche Vorschriften erlassen wird. Heute wird in einem Treffen mit Regierungsvertreten, Wirtschaft und Gewerkschaft über die Details diskutiert. Möglicherweise treten die Regeln dann Anfang nächster Woche in Kraft.

Viele Expert*innen aus dem Gesundheitsbereich plädieren dafür die Schulen weiter offen zu lassen. Viele europäische Länder, die bereits Ausgangsbeschränkungen verkündet haben, sind dem Rat gefolgt. Der Bundeskanzler bevorzugt eine radikalere Lösung und will die Schulen schließen. Die Grünen, der Bildungsminister und die Landeshauptleute sind jedoch dagegen. Schauen wir, was sich durchsetzen wird.

Wie gesagt, gibt es viele Vermutungen, viele Anregungen und viele Vergleiche mit dem ersten Lockdown. Expert*innen aus der Wirtschaftskammer beharren auf maximalem Offenhalten der Betriebe. Aber die Wahrheit ist – „nix genaues wiss ma nit“ – wie es so schön heißt. Was aber allgemein gesagt werden kann ist, dass Gerüchte und Vermutungen die fatale Tendenz haben sich mit unseren eigenen, unbewussten Ängsten zu verbinden und damit unser Handeln so zu beeinflussen, sodass wir selber nicht mehr ruhig und bewusst agieren können.

Außerdem können wir – rückblickend auf die letzten Monate – überlegen, wie es uns persönlich mit den Ausgangsbeschränkungen ergangen ist und was wir selbst heute anders machen könnten.