KÄRNTEN ECHO

Noch viele Unsicherheiten bei Bestellungen zur Osterjause

Bild: pixabay
Kleine fleischverarbeitende Betriebe in Kärnten fürchten auf ihren Fleischprodukten für Ostern sitzen zu bleiben, denn die Kundenbestellungen kommen nur zögerlich.

Um zeitgerecht einen Schinken zu Ostern auf den Tisch zu bekommen müssen in den kleinen bäuerlichen Betrieben die Schlachtungen genau geplant werden. Im Gegensatz zu den Fleischfabriken, wo die Produktion das ganze Jahr läuft und es einen ständigen Strom an Schweinen gibt, die geschlachtet und verarbeitet werden, ziehen Bauernbetriebe in Kärnten weniger Tiere auf. Diese müssen dann acht Wochen vor Ostern geschlachtet werden, damit das Fleisch reifen kann.

Seit Corona ist alles anders.
Die Osterjause ist ein Familienfest mit Einladungen und Zusammenkünften. Und dabei geht es ja nicht nur ums gemeinsame Essen sondern um das tiefere Wissen in uns, jetzt wird es wärmer, der Frühling ist da. Hoffnung, Freude. Eine höchst aufregende, emotionale Situation. Wie kann es also Planungssicherheit für Familien und Bauern geben, wenn der Gesundheitsminister bei einem Zusammentreffen von vier Personen von Veranstaltungen spricht und mahnend den Zeigefinger hebt? Obwohl es klar ist, dass in einer Pandemie andere Regeln gelten ist es eine verzwickte Situation.

Deshalb müssen kleine Fleischerzeuger andere Wege finden und gehen, um ihre Produkte unter die Menschen zu bringen. Das hat sich auch Claudia Hölbling gedacht und vor einigen Jahren die Plattform https://www.gaumenfest.at/ ins Leben gerufen. Auch, um den Betrieben in den Randregionen Kärntens Absatzmöglichkeiten über das Internet zu bieten.

Wir können als Kund*innen deshalb mit Bestellungen über das Internet oder persönlich den kleineren Fleischproduzenten ein bisschen Planungssicherheit zusichern.

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