KÄRNTEN ECHO

Nachhaltige Kooperation: Styropor-Recycling an den Sammelstellen der Stadt Klagenfurt

Bild: Stadtrat Germ, Mitarbeiter der Stadt Klagenfurt, StadtKommunikation Just
Verpackungsstyropor, das im Normalfall weggeworfen wird, wird von Mitarbeitern der Abteilung Entsorgung gesammelt und einer Kärntner Firma zur Wiederverwertung geliefert.

Das ist einmal eine gute Nachricht. An den Altstoffsammelstellen Nord und Süd in Klagenfurt werden seit mehreren Wochen EPS-Abfälle wie Verpackungsstyropor gesammelt. Ziel ist es, diese Abfälle zukünftig zur Firma „Hirsch Thermozell“ nach Glanegg zurückzuführen, damit diese im Zuge eines Recyclingprozesses wiederverwertet werden können. „Hirsch Thermozell“ verwertet EPS-Abfälle zur Herstellung von Wärmedämm-Leichtbeton. „Ein nachhaltiges Projekt, das wir seitens der Entsorgung selbstverständlich mittragen“, so Entsorgungsreferent Vizebürgermeister Wolfgang Germ.

Aktuell werden an den zwei Sammelstellen insgesamt ca. 450 Kilogramm EPS pro Monat gesammelt. Es wird angestrebt, den „Sammlungs- und Wiederverwertungsprozess“ von EPS zukünftig gemeinsam auszubauen.

Dazu sollen in einem weiteren Schritt die  Abfallwirtschafts­verbände in Kärnten eingebunden werden.

  • Ausgangsstoff bei der Herstellung von Styropor ist Styrol. Heute wird Styrol aus Erdöl hergestellt. Unter Beigabe des Treibmittels Pentan formt sich das Gemisch zu einem perlförmigen Granulat, Polystyrol. In Ländern mit unzureichender Abfallentsorgung kann Polystyrol ins Meer gelangen. Dort reichert es sich in den Haufen von Treibmüll in den Ozeanen an, durch Photolyse (Spaltung durch Licht) und den Wellenschlag zerfällt es in kleine Brösel, die von Tieren aufgenommen werden.
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