KÄRNTEN ECHO

Karne vale = Fleisch lebe wohl

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Heute ist Faschingsdienstag. Ein kurzer geschichtlicher Überblick dazu.

Vorläufer des Karnevals wurden bereits vor rund 5.000 Jahren in Mesopotamien gefeiert. Bereits damals gab es ein ausgelassenes Fest nach Neujahr, wo für sieben Tage die Sklaven mit den Herren gleichgestellt waren. Dieses Prinzip der Gleichstellung ist auch heute noch Teil des Faschings. Wir sind alle „Narren“.

In den alten Kulturen des Mittelmeerraumes (Ägypten, Griechenland) wurden ähnliche Feste um die Zeit des Frühlingserwachens gefeiert. Meist zu Ehren von Fruchtbarkeitssgöttern. Bei den Römern wurden die Saturnalien gefeiert und prächtige Umzüge veranstaltet. Im Mittelalter, etwa vom 12. bis zum 16. Jahrhundert, feierte man um den 6. Januar Narrenfeste, in deren Rahmen auch kirchliche Rituale parodiert wurden.

Schaut man sich die Faschingsbräuche in verschiedenen Gegenden an, so kann man erkennen, dass viele Bräuche den Wechsel vom kalten Winter in das warme Sommerhalbjahr zum Inhalt haben. Mythische Figuren aus der Natur – Kobolde, Geister – symbolisieren in den Alpentälern den Kampf zwischen Winter/Sommer, Dunkelheit/Licht, Kälte/Wärme.

Über die Faschingszeit gibt es sogar ein eigenes Museum – das Erste österreichische Faschings- und Brauchtumsmuseum – im steirischen Knittelfeld https://murtalinfo.at/gastro/1.-Oesterr.-Faschings–und-Brauchtumsmuseum-Knittelfeld?id=326. Heute verfügt dieses Museum über 7.000 Exponate nationaler und internationaler Faschingsbrauchtums- und Karnevalskultur aus Europa, den USA, Kanada, Afrika und Brasilien.

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