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Kühlen ist teurer als Heizen

Bild: pixabay
Das gekühlte Einkaufszentren Lust zum Verweilen und einen Wohlfühlfaktor beim Einkaufen bieten ist uns geläufig, aber auch im Privaten werden immer mehr Kühlgeräte gekauft und verbaut.

Was beim Hausbau in der Vergangenheit vergessen wurde sind Vorrichtungen zur Kühlung im Sommer. Dieser Fehler zeigte sich besonders in den letzten Jahren, wenn die Hitze nicht mehr aus den Häusern und Straßen weichen will.

Eines der größten Probleme ist jedoch der Energieverbrauch für die Kühlung. Große Gebäude werden oft mit Grundwasser gekühlt, dass ca. zehn Grad hat. Grundwasser ist ein idealer Wärmeträger, weil er jahreszeitunabhängig mit einer fast konstanten Temperatur von ca. 10°C zur Verfügung steht. Wo dieses Temperaturniveau zum Kühlen von Gebäuden und Maschinen verwendet werden kann, stellt eine direkte Kühlung mit Grundwasser die effizienteste Methode dar. Grundwassernutzungen werden aber oft nicht mehr bewilligt, weil in vielen Bereichen alles erschöpft ist und man dem Wasser nur eine bestimmte Menge an Kälte entziehen darf ohne die Wasserlebewesen zu schädigen.

Eine entsprechende Architektur würde hingegen noch Potenzial bieten. Im Privatbereich wird vor allem bei Dachbodenausbauten noch viel zu wenig auf den „sommerlichen Überwärmeschutz“ geachtet, obwohl dieser laut österreichischer Bauordnung gesetzlich vorgeschrieben wäre. Als Notlösung müsse dann mit Klimaanlagen teuer gekühlt werden.

Das sei absolut unverständlich, stellen der Experten für energieeffizientes Bauen fest. Die teuersten Dachausbau-Wohnungen hätten eine Schrägverglasung nach Süden, wo die Sonne den ganzen Tag voll hinein scheine. Das sind eigentlich die heißesten Wohnungen, wird darauf hingewiesen.

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