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Klier Hair Group aus Deutschland schließt alle Friseurgeschäfte in Österreich

Bild: pixabay
In dreißig Jahren wurde aus einem Friseurgeschäft das größte "Haarschneideunternehmen" Europas. Jetzt werden alle Klier-Geschäfte in Österreich geschlossen.

Die Klier Hair Group aus Deutschland ist familiengeführt. Die fünf Gesellschafter sind Nachkommen einer Friseurfamilie, die das Friseurgeschäft der Großmutter innerhalb von drei Jahrzehnten zum größten Familienunternehmen Europas ausgebaut haben. Das Unternehmen betreibt einen eigenen Großhandel, einen Online-Shop und ein flächendeckendes Angebot von stationären Shops.

Jetzt schließt die Österreichtochter der Friseurkette, alle ihre österreichischen Filialen. Am 23. Oktober wurde bereits über die Schließung von 26 der 35 Salons berichtet. Durch den zweiten Lockdown habe sich die Situation in den Filialen erheblich zugespitzt und die Überschuldung habe dadurch zugenommen. Ein weiteres Offenhalten der restlichen neun Filialen hätte zu einer Erhöhung des Ausfalls für die Gläubiger geführt.

Am Montag wurde deshalb vom Konkursgericht die Bewilligung für das Aus aller Standorte erteilt. Neben den letzten Geschäften ist auch der Firmensitz in Bergheim im Salzburger Flachgau betroffen. Damit verlieren die restlichen etwa 80 der einst 281 Dienstnehmer ihren Job.

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