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Klagenfurt: Plattform Migration fordert Schließung der Sirius-Halle

Bild: pixabay
Einen dringenden Hilferuf richtete die Plattform Migration an Integrationsreferent Vizebürgermeister Mag. Philipp Liesnig. Die Unterbringung der Flüchtlinge in der Klagenfurter Sirius-Halle sei menschenunwürdig. Der Vizebürgermeister fordert daher die Schließung der Halle.

Seit mehreren Wochen sind Flüchtlinge im Bundesquartier Sirius-Halle in Klagenfurt untergebracht. Die Bedingungen, unter denen die Menschen dort leben müssen, seien laut der Plattform Migration unzumutbar.

In der ehemaligen Fabrikhalle würden menschenunwürdige Zustände herrschen. Weder gebe es, laut der Plattform, aufgrund der Hallensituation ausreichende Präventionsmaßnahmen in Bezug auf Covid-19 noch Möglichkeit für Privatsphäre. Auch ein hoher Lärmpegel durch die Unterbringung von rund 200 Personen in einem Raum und kalte Temperaturen mit Zugwind aufgrund von unzureichender Isolierung machen den Aufenthalt für die Menschen dort unerträglich. Darüber hinaus wird nur eine unzureichende Sozialarbeit angeboten.

Bestürzt über die inhumanen Zustände zeigt sich Integrationsreferent Vizebürgermeister Mag. Philipp Liesnig: „Ich appelliere daher dringend an den Bund, die Siriushalle schnellstmöglich zu schließen.“

Betrachtet man die Situation in der Ukraine, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet bei uns eintreffen werden. „Wir müssen dafür sorgen, dass sie eine würdevolle und humane Unterkunft bekommen. Die Sirius-Halle ist dafür definitiv nicht geeignet.“, so der Integrationsreferent.

Zwar ist das dortige Team sehr bemüht, jedoch lassen die Grundvoraussetzungen, die in der Sirius-Halle herrschen, keine nachhaltige Besserung zu. Eine Fortführung der Unterbringung von Flüchtlingen in der Sirius-Halle ist daher unzumutbar.

http://www.plattform-migration.at

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