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Klagenfurt: Ein Jahr Kerzen-Recyclingprojekt: 100 Kilo Wachs gesammelt

Friedhofsreferentin Stadträtin Sandra Wassermann, Astrid Panger, Leiterin der Plattform „Verwaiste Eltern", Kerzenkünstlerin Barbara Jordan | Bild: StadtKommunikation/Wiedergut
Wohin mit den Kerzenresten? Am Friedhof Annabichl wurde diese Frage beantwortet: sie kommen in die Recyclingtonne. Gut 100 Kilo Kerzenwachs konnten, bereits im ersten Jahr, durch diese ehrenamtliche Aktion zur Trauerbegleitung gesammelt und wiederverwertet werden. 

Beim Haupteingang des Friedhofes findet man bereits die Recyclingtonne für die Kerzenwachsreste. Der Grundgedanke war, alte Kerzen nicht in den Müll zu werfen, sondern sie wiederzuverwenden. Somit entstand, zusammen mit der Plattform „Verwaiste Eltern“, das Kerzen-Recyclingprojekt. Die eingesammelten Kerzenreste werden eingeschmolzen, wodurch tolle neue Farbvariationen entstehen, und dann zu neuen Kerzen gegossen. Verantwortlich für die Umsetzung ist Barbara Jordan, Kerzenmacherin aus Maria Saal. Anschließend bekommt die Plattform „Verwaiste Eltern“ die Kerzen zurück, um sie bei Trauerfällen und Gesprächen mit Sternenkindeltern zu verschenken.

„Mit diesem Sozialprojekt bringen wir zwei gute Gedanken zusammen, wir verwerten Kerzenwachsreste und recyceln diese, somit wird mehr Müll auf den Friedhöfen getrennt und die Kerzenwachsreste von Adventkranz oder Weihnachtsbaumkerzen einem guten Zweck zugeführt. Mit den entstandenen Kerzen werden die trauernden Eltern und Großeltern von Sternenkindern in der Trauerphase unterstützt“, so Entsorgungs- und Friedhofsreferentin Sandra Wassermann.

Das Projekt erfreute sich großer Beliebtheit. Gut 100 Kilo Kerzenwachsreste konnte in einem Jahr eingesammelt und wiederverwertet werden. Doch nicht nur Grabkerzen, sondern auch Adventkranz-, Hochzeits- und Christbaumkerzen entsorgten die Bürger. Viele von ihnen fuhren extra zum Friedhof Annabichl, um ihre Kerzenrest in die Recyclingtonne zu geben.

„Großer Dank gebührt der Initiatorin des Projektes, Stadträtin Sandra Wassermann. Dank ihrer Hilfe und Engagements konnte dieses ehrenamtliche Projekt durchgeführt werden. Auch andere Städte sind dadurch auf diese Idee aufgesprungen“, sagt Astrid Panger, Leiterin der Plattform „Verwaiste Eltern“.

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