KÄRNTEN ECHO

Kinderschutzzentrum für Bezirk Spittal

Bild: Kinderschutzzentrum Spittal
Das vierte Kinderschutzzentrum in Kärnten wird in Spittal errichtet. Geplanter Baubeginn ist April/Mai 2021. Im Sommer 2022 soll dann die Eröffnung stattfinden.

Wie wir immer wieder lesen können, leiden besonders Kinder und Jugendliche verstärkt unter den Bedingungen der Covid-Massnahmen mit den Einschränkungen von Bewegung und Kontaktmöglichkeiten zu Gleichaltrigen. Oft beginnt sich dann in den Familien eine Spirale von Gewalt, ob körperlich oder seelisch, zu drehen. Aber Gewalterfahrungen erleben kleine und größere Menschen nicht erst seit dem Beginn der Pandemie. Viele familiäre Lebensumstände können zu Gewalterfahrungen führen. Gewalt in Form von körperlicher oder seelischer oder sexueller Gewalt- oft sind die Übergänge fließend – verhindern aber eine gesunde Entwicklung.

Kinderschutzzentren bieten Unterstützung, wenn Kinder und Jugendliche auf Grund der jeweiligen Lebensumstände beeinträchtigt oder bedroht sind. Dort erhalten Betroffene Unterstützung von Psychotherapeuten, Psychologen und Sozialarbeitern. Das Ziel in einem Kinderschutzzentrum ist es, die Familien mit ihren Kindern und Jugendlichen zu stärken, damit ein gesundes Heranwachsen ermöglicht werden kann. Denn Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigte sollen im Sinne des Kindeswohls handeln.
Angebote der Kindeschutzzentren sind kostenlos, vertraulich und auf Wunsch auch anonym. Die Hilfe ist unbürokratisch und stellt das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt.

Jetzt erhält der größte Bezirk Kärntens, Spittal, ein Kinderschutzzentrum als Anlaufstelle für ein ambulantes Therapie- und Beratungsangebot. Errichtet wird dieses in der Körnerstraße auf einem 1.036 Quadratmeter großen Areal.

Finanziert wird die Einrichtung vom Land Kärnten sowie von EU-Fördergelder.