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Handelsunternehmen in Deutschland tricksen Lockdown-Regeln aus

Bild: pixabay
Die Gewerkschaft "Verdi" spricht von einem "anrüchigen Unterlaufen der Lockdown-Regeln".

Die deutsche Bundesregierung hat einen neuerlichen Corona-Lockdown verordnet. Die Auflagen sehen ein Öffnen der Geschäfte erst ab 11. Jänner 2021 wieder vor. Das Weihnachtsgeschäft ist damit gelaufen. Und Politiker appellieren an die Bevölkerung nicht im Online-Handel einzukaufen um den mittelständischen Geschäften das überlebenswichtige Weihnachtsgeschäft zu ermöglichen. Die Menschen sollen vermehrt Gutscheine kaufen und die dann im nächsten Jahr einlösen.

Ausgenommen von den Maßnahmen sind systemrelevante Läden, die Dinge des täglichen Bedarfs anbieten. Da trickste nun die Parfümeriekette Douglas. Sie erklärte sich plötzlich zu einer Drogerie. Das Argument: Ihr Angebot sei vergleichbar mit den großen Drogerieketten, die ebenfalls offen haben dürfen. Und mit diesem Argument wollten die Douglas-Verantwortlichen knapp ein Viertel ihrer Geschäfte offen halten. Da der Begriff Drogerie in den deutschen Bundesländern nicht spezifiziert sei, sind Auslegungsspielräume vorhanden. Im ersten Lockdown hatte die Kette aber geschlossen. Nach heftiger Kritik ruderte das Unternehmen nun zurück.

Viele große Handelsketten bleiben aber erfinderisch und setzen weiter auf eine lockere Auslegung der Corona-Auflagen. Sie bieten Abholstationen wie in den Restaurants an. Online reservierte Artikel können in speziellen Abholstationen mitgenommen werden. Click & Collect nennt sich das Prinzip.

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