KÄRNTEN ECHO

Grüne Klagenfurt gegen Erhöhung der Mehrheitsanteile am Flughafen

Bild: pixabay
Frank Frey: "Der Flughafen sei von öffentlichem Interesse und deshalb öffentliches Gut"

Am Montag landete wieder der erste AUA-Flieger am Klagenfurter Flughafen. Zumindest einmal am Tag. Der Mehrheitseigentümer, Investor Franz Peter Orasch von der Lilihill-Group, macht jedoch Druck zur Erhöhung seiner Anteile, sonst würde er den Abflug machen, werde kolportiert. Diese Strategie scheint bei KBV-Vorstand Martin Payer zu fruchten, denn er plädiert dafür, dem Unternehmer mehr investorische Freiheit zu geben. Laut Payer sei für den Anteilsverkauf ein Regierungsbeschluss notwendig.

Stadtrat Frank Frey lehnt die Erhöhung der Mehrheitsanteile am Klagenfurter Flughafen für die Li­li­hill-Grup­pe ab. Die Aufstockung von 74,9 Prozent auf 89 Prozent werde von Seiten der Klagenfurter Grünen definitiv in Frage gestellt. Überlegungen von misstrauischen Klagenfurter Bürgern und Bürgerinnen zur öffentlichen Diskussion um die Flughafenanteile der Lilihill-Gruppe gehen sogar so weit, zu fragen, was hindere den Investor mit seinem jetzigen Mehrheitsanteil initiativ zu werden. Dass sich die Lilihill-Gruppe ihre Investitionen absichern lassen möchte, dafür gäbe es Verständnis, aber mit fast 75 Prozent (3/4 der Anteile) könne man doch nicht von wirtschaftlich „gebundenen Händen“ sprechen. Und die restlichen Anteilhaber, Stadt Klagenfurt und Land Kärnten, würden bei investorischen Belebungen des Klagenfurter Flughafens sicher zustimmen, denn der Flughafen in Klagenfurt sei als wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur für die Wirtschaft und den Tourismus unverzichtbar.