KÄRNTEN ECHO

Einsatz von Arbeitslosen an Pflichtschulen

Bild: pixabay
22.896 Menschen sind in Kärnten ohne Job.

Peter Wedenig, Chef der AMS in Kärnten, bemerkt eine leichte Stabilisierung der Wirtschaft und sieht, dass die Arbeitslosigkeit seit Mitte April 2020 langsam sinkt. Auch in Kärnten steigen die Konjukturimpulse. Besonders der Lehrstellenbereich entwickle sich ähnlich gut wie im Vorjahr. Besonders hoch sei in Kärnten der Tourismusbereich von der Arbeitslosigkeit betroffen, danach käme der Metall- und Elektrobereich sowie die Baubranche.

Ab 1. Ok­to­ber star­tet ein neues Pro­jekt des Lan­des in Ko­ope­ra­ti­on mit AMS und Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um an den Kärnt­ner Pflicht­schu­len. „Mehr Päd­ago­gik, we­ni­ger Ver­wal­tung“ bezieht 38 Lang­zeit­ar­beits­lo­se in die ers­te Tran­che mit ein, die dann bei der Ad­mi­nis­tra­ti­on in den Schulen hel­fen werden.

An 44 Schulstandorten mit mehr als 200 Schülern unterstützen die Langzeitarbeitslosen in einem Zwanzig-Stunden-Job die Pädagogen, indem sie Anwesenheitslisten führen und Papierarbeit, die im Schulalltag anfällt, übernehmen. Schulen, in die weniger als 200 Schüler gehen, bekommen ein Zehn-Stunden-Aushilfskraft ab 1. Februar 2021. Das mit 2,8 Millionen Euro dotierte Projekt läuft über zwei Jahre und wird vom Land Kärnten und der AMS gefördert. Es soll besonders Älteren und Langzeitarbeitslosen eine Chance für eine Wiedereingliederung ins Berufsleben bieten, denn trotz einer positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt gibt es trotzdem mehr ältere Arbeitslose.

Wenn mehrere Schulen an einem Standort sich eine Arbeitskraft teilen, kann es auch eine Vollzeit-Stelle geben. Dann erweitert sich auch der finanzielle Spielraum im Projekt und es könnte zu einer Anstellung der geförderten Person im Schulbereich kommen. Wie Landeshauptmann Peter Kaiser meint, wäre so die Übernahme von 134 Personen längerfristig möglich.