KÄRNTEN ECHO

Erleichterung nach Nominierung von Martin Kocher zum Arbeitsminister

Ballhausplatz, Innere Stadt, Wien, Österreich | Bild: Bwag/Commons
Vom ÖAAB über die Hoteliersvereinigung bis zum ÖGB, den verschiedenen Parlamentklubs, der Industriellenvereinigung, der Wirtschaftskammer, der Arbeiterkammer gibt es positive Statements zur Berufung des neuen Arbeitsministers in die Bundesregierung.

Mit der Nominierung von IHS-Chef Martin Kocher zum neuen Arbeitsminister hat der Bundeskanzler einen raschen Schlussstrich unter die Plagiatspeinlichkeit seiner ehemaligen Ministerkollegin Aschbacher gesetzt.

Die erleichterten Reaktionen von Opposition und Sozialpartner zeigen sich in den verschiedenen Presseaussendungen, die dem ausgewiesenen Wirtschaftsfachmann Kocher im Voraus den roten Teppich auslegen. Durch die Corona-Pandemie, die Lockdowns und die damit einhergehende Schließung vieler Wirtschaftszweige ist die Arbeitslosigkeit in Österreich auf eine beunruhigende Höhe gestiegen. Eine Arbeitsministerin, die mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert ist, kann kaum glaubwürdig und kompetent in der Öffentlichkeit Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit präsentieren.

Die Chance, einen unabhängigen Experten in der Regierung zu haben und damit das wichtige Arbeitsministerium zu besetzen, hat sich Kurz nicht nehmen lassen. Wie Martin Kocher, ein ausgewiesener Ökonom, als Minister das Ruder führen wird, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten erfahren.

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