KÄRNTEN ECHO

Erdbeben in Kroatien

Bild: pixabay
Landeshauptmann Peter Kaiser und Umweltreferentin Sara Schaar sprechen sich für Stilllegung des AKW Krško aus.

Atomnationen wie Frankreich, Tschechien und Ungarn lobbyieren für einen weiteren Ausbau der Atomkraftwerke. Sie wollen Atomstrom unter dem Deckmantel der „Technologieneutralität“ mit EU-Geldern fördern lassen, um damit Wasserstoff zu erzeugen.

Das Erdbeben in der Nähe von Sisak in Kroatien, das auch in Kärnten deutlich spürbar, zeigt, wie gefährlich dieses Ansinnen ist. Das AKW in Krško liegt auf einer Erdbebenlinie und musste abgeschaltet werden. Deshalb erneuern Landeshauptmann Peter Kaiser und Umweltreferentin Sara Schaar ihre Bedenken am Betrieb des slowenisch-kroatischen Atommeilers Krško und sprechen sich weiterhin klar für eine Stilllegung des Kernkraftwerkes aus.

„Das Erdbeben von heute führt uns einmal mehr vor Augen, dass Atomkraft keine gefahrlose Form der Energieerzeugung ist. Die Risiken sind im Ernstfall auch für die Kärntner Bevölkerung unabsehbar. Gerade Krško liegt bekanntermaßen auf einer Erdbebenlinie. Das heutige Epizentrum lag nur 85 Kilometer Luftlinie von Krško entfernt. Wir sprechen uns weiterhin für eine Stilllegung des gesamten Atomkraftwerkes aus. Atomkraft ist keine zukunftsfähige Technologie“, erklärt Kaiser. Er hoffe, dass es in der betroffenen kroatischen Region zu möglichst wenig verletzten Personen und geringen Schäden gekommen sei, so der Landeshauptmann.

Auch einer geplanten Verlängerung erteilen sowohl Kaiser als auch Schaar eine deutliche Absage. „Sollte aber eine Genehmigung beantragt werden, ist ein grenzüberschreitendes Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren unumgänglich“, so Schaar.

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