KÄRNTEN ECHO

Digitales Sammelsystem für Pfandflaschen per Handy-App ist möglich

Bild: pixabay
Reclay-Group Österreich-Chef Christian Abl präsentiert digitales Pfandsystem per Handy-App. Internationale Erfahrungen des Konzerns zeigen, wie Kunststoffflaschen effizient und kostengünstig gesammelt werden können.

Die leidige Diskussion, die seit Wochen zwischen dem Umweltminsiterium, der Wirtschaftskammer und dem Handelsverband wegen dem Pfand auf die Plastikflaschen hin- und her brandet, könnte auf eine simple Art gelöst werden.

Meint Christian Abl, Geschäftsführer der Österreichtochter der Reclay-Group, einem deutschen Entsorgungskonzern, der mit internationalen Erfahrungen punkten kann.

Am Beispiel von Coca-Cola zeigt er auf, wie durch Nutzung digitaler Systeme, Pflastikflaschenrücknahme auch ohne Automaten funktionieren kann. Gebraucht werden dazu funktionierende Smartphones und eine Abfall-App.

Nun zum Beipiel mit der Cola-Flasche. Der weltweit agierende Limonadenproduzent Coca-Cola will den Rohstoff PET wieder recyclen und sucht nach Rücknahmesysteme, die schnell und einfach sind. In Afrika z. Bsp. gibt es einen großen Cola-Absatz, aber keine Sammelsysteme.

So wurde die Idee mit der Abfall-App entwickelt. Der Rücknehmer braucht dazu ein Handy und einen Plastiksack. Die Colaflasche hat einen Code im Flaschenverschluß. Dieser Code wird vor dem Einwerfen in einen Container oder Plastiksack gescannt. Dadurch werden dem Verbraucher/Abnehmer/Händler Punkte gut geschrieben, die vorerst mit einem Gratisgetränk eingelöst werden können. Aber auch andere Gutschriften sind möglich. Funktionieren soll das System ab Jänner 2020.

Wie Abl ergänzt, können dann auch andere Rücknehmer wie die Post, Bahn oder auch Auto-Bahnraststätten mit eingebunden werden und der Rücknahmedruck wird von den Handelsstellen genommen.

Vergleiche aus anderen Ländern zeigen, dass durch die Einführung eines Pfandsystems es zu keinem, von der WKO und dem Handelsverband  prophezeiten, Händlersterben kommt.