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Die Asiatische Hornisse, eine neue Belastung für die Bienenvölker

Bild: pixabay
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist eine invasive Hornissenart, die vermutlich 2004 nach Frankreich eingeschleppt wurde. Sie bejagt Bienenvölker und hat sich bereits über weite Teile Westeuropas ausgebreitet.

In Österreich wurde sie bisher noch nicht gesichtet, aber in den Nachbarländern Deutschland und Italien kommt sie schon vor. Die Hornisse stammt aus Zentral- und Ostasien. In Europa kommt ausschließlich eine einzige Unterart der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) vor.

Auch die Asiatische Hornisse zählt, wie unsere heimische Hornisse, zu den sozialen Wespen, die in einem Insektenstaat mit einer Königin und einer Vielzahl steriler Arbeiterinnen leben. Die befruchtete Königin überwintert und beginnt im Frühjahr ein Nest zu bauen. Die französischen Expertinnen und Experten vermuten, dass im oder vor dem Jahr 2004 eine einzige befruchtete Hornissen-Königin unbeabsichtigt per Schiff aus China importiert wurde. Die Nachkommen dieser Königin haben sich danach schnell über Westeuropa ausgebreitet.

Hornissen, die europäische sowie die asiatische Art, jagen ab August oder dem Frühherbst die Honigbienen, die von ihren Sammlerflügen in den Bienenstock zurückkehren. Eine Gefahr für die Bienenvölker ist nicht die einzelne Hornisse sondern viele Exemplare, die gezielt vor den Bienenstöcken jagen.

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