KÄRNTEN ECHO

Bis 2100 soll es 55 Hitzetage in Klagenfurt geben

Bild: pixabay
Leiter der Klagenfurter Umweltabteilung warnt vor einer unbewohnbaren Stadt. Projekt GREENsChOOl-ENERGY startete am 1. Oktober in der HTL 1. Im Wohnprojekt Harbach sollen 2021 erste Wohnungen fertig sein.

Heuer war ein eher durchwachsener Sommer mit wenigen heißen Tagen. Aber die Städte mit ihren versiegelten Flächen und reduzierten Parkanlagen, mit ihren verbauten „Speckgürteln“ und dem ausgebauten Verkehrsnetz werden, wenn sich die Prognose von Dr. Wolfgang Hafner, dem Leiter der Umweltabteilung und gleichzeitigem Projektleiter des Projekts „GREENsChOOL-ENERGY“ erfüllen sollten, unbewohnbar werden.
Die Stadt Klagenfurt hat mit der IPAK eine eigene Gesellschaft, welche zu 90% im Eigentum der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee und zu 10% der Tourismus Region Klagenfurt am Wörthersee GmbH steht https://ipak-klagenfurt.at
Diese Gesellschaft hat sich der Förderung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung in der Region der Landeshauptstadt verschrieben. Nun wurde von der IPAK das Projekt „GREENsChOOL-ENERGY“ präsentiert, welches in der HTL 1 seinen Anfang nimmt.

Die HTL 1 in der Lastenstraße ist mit der nach Süden ausgerichteten Glasfassade und dem betonierten Vorhof prädestiniert für das Projekt.
Projektschwerpunkte sind eine Dächerbegrünung,  die Installation eines Sprühnebels vor der Glasfassade, um die Luft zu kühlen und auf die Fassade montierte Photovoltaik-Paneele, zur Erzeugung von Strom.
Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) errichtet auf dem Schulgelände eine Wetterstation für Echtzeit-Klimadaten und zusätzlich wird das Projekt von den Schülern wissenschaftlich begleitet.

Ein anderes Bebauungsprojekt, das ebenfalls mit Dachbegrünungen als Hitzepuffer und Photovoltaikanlagen aufwarten kann ist das Projekt Harbach. 2021 sollen die ersten Wohnungen fertig sein. Es soll im neuen Wohngebiet einen Teich und viele Wassersprenkelanlagen geben. In Harbach soll, trotz Reduktion des Autoverkehrs, eine bessere Verkehrsanbindung durch städtische Busse möglich sein. Das Ausborgen von Elektroautos und Next-Bike-Stationen sollen die Bewohner und Bewohnerinnen in ihrer persönlichen Mobilität nicht einschränken.

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