KÄRNTEN ECHO

Bildung darf kein Privileg sein

Bild: LPD
Wir brauchen ein EU Bildungssystem, das europäische Werte klar und deutlich vermittelt.

Der Ausschuss der Regionen (AdR) ist die Versammlung der Regional- und Kommunalvertreter der EU. In seiner 145. Plenarsitzung behandelte er am Mittwoch, die Themen Bildung, Kultur und Zukunft Europas. Online zugeschaltet nahm auch Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser SPÖ) daran teil. In seinem Redebeitrag betonte er, dass Bildung innerhalb der EU zugänglicher und integrativer gemacht werden müsse. „Bildung darf kein Privileg sein, sie muss für alle und überall zur Verfügung stehen. Wir brauchen in der EU ein Bildungssystem, das unsere europäischen Werte klar und deutlich vermittelt“, so Kaiser.

Der Kärntner Landeshauptmann bezeichnete Bildung als „Schlüssel zu Freiheit, Vielfalt, Nicht-Diskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und Gleichheit“. Bildung müsse durchlässig und barrierefrei sein. Kaiser hob zudem die Bedeutung von lebensbegleitendem Lernen sowie von Umschulungsmöglichkeiten hin bis zum Ende der beruflichen Karriere hervor. Kärnten verfolge intensiv das Ziel, zur kinder- und familienfreundlichsten Region Europas zu werden – „weil jede Investition in die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen auch eine wichtige Investition in ihre und unsere Zukunft sowie in unsere Werte ist“.

Der Landeshauptmann und Bildungsreferent schilderte kurz die Situation in Kärnten, das dem Grundsatz „zumindest eine Schule pro Gemeinde“ folge. Er erwähnte die Schaffung von Bildungscampi und Bildungszentren, wodurch inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung garantiert werde. Mit Ganztagsschulen wirke man zudem sozialer Ungleichheit und Bildungsarmut entgegen.

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