KÄRNTEN ECHO

Baustart für Amphibientümpel

Baustart Amphibientümpel | Bild: vl.: Susanne Glatz-Jorde (E.C.O.), Andreas Sucher (Bau Markolin), StR Franz Petritz, Roland Markolin (Bau Markolin), StR Franky Frey, Elisabeth Wiegele (E.C.O.)
Im Natura 2000 Gebiet Lendspitz-Maiernigg wird in den kommenden Tagen ein Bagger drei Tümpel ausheben, die künftig als Amphibientümpel dienen sollen. Zum Schutz gefährdeter Arten.

Im Rahmen des „City meets nature“-Projektes werden im Natura 2000-Gebiet Lendspitz-Maiernigg regelmäßig Maßnahmen gesetzt, um das Gebiet, welches Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten ist, zu schützen. Kürzlich erfolgte der Baustart für den Amphibientümpel. Insgesamt werden drei Tümpel ausgehoben die künftig als Laichgewässer für den Balkanmoorfrosch und die Gelbbauchunken, beides geschützte und gefährdete Arten, dienen.

Die zuständigen Stadträte Frank Frey (GRÜNE) und Mag. Franz Petritz (SPÖ) engagieren sich seit längerem für das „City meets nature“-Projekt. „Zu beobachten, wie sich die Balkanmoorfroschmännchen in der Paarungszeit himmelblau färben, wird nicht nur für Klagenfurterinnen und Klagenfurter ein großartiges Naturschauspiel sein“, ist Umweltreferent Stadtrat Frank Frey überzeugt.

„Die neuen Amphibientümpel werden außerdem ein spannendes Ziel für Schulexkursionen ins Europaschutzgebiet sein, die hoffentlich bald wieder möglich sind“, freut sich auch Bildungsreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz auf das kommende Frühjahr.

In Kooperation mit E.C.O. Institut für Ökologie, der Stadt Klagenfurt und dem Land Kärnten werden in dem Natura 2000 Gebiet rund sechs Hektar Uferzone mit Schilfgürtel und Schneidriedflächen, angrenzenden Moor- und Pfeifengraswiesen und Kleingewässern aktiv gestaltet. Dadurch soll das europaweit einzigartige Natur-Wohnzimmer für Moorfrösche und weitere gefährdete Arten erhalten bleiben.

Die Wörthersee Ostbucht im Gebiet des Lendspitz-Maiernigg ist seit 2005 offiziell ein Natura 2000-Gebiet die den Schutz gefährdeter wildlebender, heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume garantiert. Im 77,4 Hektar großen Gebiet leben Tiere wie die Würfelnatter, der Biber, die Bauchige Windelschnecke, der Balkanmoorfrosch, zahlreiche Vogel- und Insektenarten gemeinsam im natürlichen Lebensraum.

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