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Anteil Erneuerbarer Energien in Österreich rückläufig

Bild: Pixabay
2020 zählt zu den wärmsten Jahren der Menschheitsgeschichte. Mit einem Rückgang des Erneuerbaren Anteils am Energieverbrauch ist Österreich dennoch in die falsche Richtung unterwegs.

Das Jahr 2020 ist gerade erst zu Ende und fest steht bereits jetzt, dass die letzten sechs Jahre die wärmsten der Messgeschichte waren. Auch das letzte Jahrzehnt zählt zum Wärmsten in der Menschheitsgeschichte überhaupt, wie auf Website der World Meteorological Organization (WMO) zu lesen ist.

Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sind im Vergleich zum 30-Jahresschnitt (1961 bis 1990) die Jahresmittelwerte der Lufttemperatur für 2020 in Österreich bereits um 2,1 Grad Celsius angestiegen. Das Jahr 2020 war wohl eines der fünf wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen vor über 250 Jahren.

Während die Klimakrise voranschreitet, sind die Bemühungen in Österreich diese aufzuhalten noch kaum wahrnehmbar. Der Blick auf die kürzlich von der Statistik Austria veröffentlichte Energiestatistik zeigt dies in ernüchternder Weise. Der Anteil der erneuerbaren Energien ist von 2018 auf 2019 um -0,5 Prozent (auf 33,6 Prozent) gesunken, jener Anteil bei Wärme und Kühlung um -1,1 Prozent (auf 33,8 Prozent) und jener beim Verkehr sogar um -1,8 Prozent (auf 9,8 Prozent) zurückgegangen. Der einzige Bereich, der leicht gestiegen ist, war der Erneuerbare Anteil am Stromverbrauch mit 1,3 Prozent (auf 75,1 Prozent).

„Der Erneuerbare Anteil am Stromverbrauch konnte hauptsächlich durch eine überdurchschnittliche Stromerzeugung von Wasser- und Windkraft erreicht werden. Der leichte Anstieg ergibt sich daher trotz und nicht wegen dem immer weiter absinkenden Ausbau bei den erneuerbaren Energien“, so Stefan Moidl (Geschäftsführer der IG Windkraft).

Die Branche der Erneuerbaren Energien hofft, dass der Schwung des neuen Jahres 2021 für ambitionierte Schritte genutzt wird. Das Gesetz für Erneuerbaren-Ausbau wird hoffentlich bald im Parlament beschlossen, um den Klimaschutz wieder ein wenig voran zu treiben.

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