KÄRNTEN ECHO

Anschlag in der Wiener Innenstadt

Bild: pixabay
Innenminister Nehammer spricht von terroristischem Anschlag. Ein Attentäter getötet. Mehrere auf der Flucht.

Der Terror im ersten Bezirk in Wien nahm in der Seitenstettengasse seinen Anfang. Um 20.0o ging der erste Notruf bei den Einsatzkräften der Polizei ein, um 20:09 war die WEGA bereits vor Ort und sperrte großräumig den Innenstadtbereich ab. Die Menschen wurden aufgefordert in ihren Häusern zu bleiben, Restaurants und Bars nicht zu verlassen. Die Bewohner*innen sollten keine Aufnahmen und Handyfilme in den sozialen Medien teilen, um die Menschen nicht zu paralysieren und die Fahndung zu gefährden.

Ca. um 20:00 begann ein mutmaßlicher Attentäter in weißem Tarnanzug mit einem Gewehr wahllos auf Passanten zu schießen. Wie Videokameras und Handyaufnahmen belegen, bewegte er sich ruhig durch die Gasse. Zeitgleich wurden an weiteren fünf Orten in der Wiener Innenstadt Anschläge verübt. Auf dem belebten Schwedenplatz gaben sich Attentäter und Polizei ein Feuergefecht. Alle sechs bisher bestätigten Tatorte lagen im ersten Wiener Gemeindebezirk. Beim Ablauf der Attacken habe es „einen zeitlichen Zusammenhang“ gegeben, sagte der Polizeisprecher Sörös.

Es soll sich um mehrere Attentäter gehandelt haben. 3 Personen sollen noch auf der Flucht sein. Ein Attentäter wurde getötet. Bis zum späteren Abend wurden 15 Verletzte in Wiener Spitäler eingeliefert, sieben mit schweren Verletzungen.

Alle verfügbaren Kräfte seien im Einsatz, um die noch nicht gefassten weiteren Täter dingfest zu machen. Die Polizei appellierte wegen der anhaltenden Gefahrenlage an die Bevölkerung zuhause zu bleiben. Das Jagdkommando wurde angefordert um alle verfügbaren Kräfte in der Stadt zu sammeln. Die Wiener City war großräumig abgesperrt, öffentliche Verkehrsmittel hielten nicht mehr in der Innenstadt. Genaue Hintergründe zu den Anschlägen sind noch nicht bekannt. Falls ein strategisches Vorgehen sichtbar wird, könnte es ein islamistischer Anschlag gewesen sein. Die Polizei arbeitet fieberhaft an der Aufklärung der Taten.

Knapp nach den ersten Anschlagsmeldungen in den Nachrichten kamen auch schon Beileidsbekundungen und Solidaritätsnachrichten von vielen europäischen Regierungen, die die abscheulichen Taten verurteilten.

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