KÄRNTEN ECHO

VGT kritisiert SPAR scharf

Bild: pixabay
Tierleid in der Schweinehaltung wird billigend in Kauf genommen, Konsumenten werden falsch informiert

Im Rahmen der Kampagne „von SPAR zu SPAR“ hat das „Grunzmobil“, ein riesiges Kunststoff-Schwein auf einem Anhänger seinen Stopp vor einem Spargeschäft gemacht. Nach Dornbirn, Wörgl, Salzburg und Marchtrenk protestierte „Grunzi“ heute gemeinsam mit einigen VGT-Tierschützer*innen in St. Pölten vor dem SPAR-Anwesen.

SPAR enttäuscht seit Jahren durch fehlendes Engagement beim Thema artgemäßer Tierhaltung. Den Menschen wird durch SPAR suggeriert, dass es sich bei Fleisch mit dem AMA-Gütesiegel um Fleisch aus verantwortungsvoller, artgemäßer Haltung handelt.

Der Vize-Obmann verweist darauf, dass SPAR versucht, die Verantwortung an die Konsumenten abzuwälzen, weil die österreichische Bevölkerung einfach lieber nach billigem Fleisch greife. Aber es sind die Verantwortlichen bei SPAR, die ganz genau wissen, wie grausam die Schweine in Österreich unter AMA-Richtlinien leben. Die Kunden werden von der Werbung hinters Licht geführt und an der Vitrine mit Unwahrheiten konfrontiert. Wie sollen die Menschen wissen, dass die allermeisten Schweine mit dem AMA-Gütesiegel bei SPAR unter fürchterlichen Bedingungen leben müssen. Die Schweinehaltung unter dem AMA-Gütesiegel entspricht nur den europäischen Mindestanforderungen der Schweinehaltung und hat mit artgemäßer Haltung nichts zu tun.

Der VGT kritisiert seit Jahren vehement die Rabatt-Schlachten von SPAR und anderen Lebensmittel-Handelsunternehmen und fordert ein Ende der verantwortungslosen Billig-Fleisch-Politik, die auf dem Rücken der Tiere zu einer Steigerung des Profites beitragen soll. Der VGT fordert SPAR auf, den Fleischkonsum nicht länger anzukurbeln und stattdessen das Fleisch aus Intensivtierhaltung durch Fleisch aus artgemäßer Tierhaltung vollkommen zu ersetzen.

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