KÄRNTEN ECHO

Ursache der weltweiten Windenergie-Nutzung: Ölkrise und Atomunfall in Tschernobyl

Bild: pixabay
Der Beginn der kommerziellen Windenergienutzung erfolgte Anfang der 1980er-Jahren als Folge der Ölkrise in den USA. Dabei begannen dänische Kleinanlagen zuerst den amerikanischen Markt zu erobern.

In Deutschland erfolgte der Einstieg in die Nutzung der Windenergie nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl (1986). Ab den frühen 1990er-Jahren haben dann die europäischen Märkte zunehmend an Bedeutung gewonnen. Den Ausgangspunkt für die Windenergienutzung in Europa bildet Dänemark (Ørsted ist dänischer Weltmarktführer bei Offshore-Windanlagen), danach folgten die Niederlande und Deutschland sowie später Spanien.

Während der Ausbau der Windenergie in Österreich für Proteste sorgt und die Investoren auf die neuen Förderbedingungen warten, läuft das Geschäft mit dem Wind in ungleich größeren Märkten vergleichsweise beständig. Davon profitieren auch österreichische Zulieferer. Die großen Hoffnungsmärkte sehen sie unter anderem in China, Indien, Taiwan sowie Nord– und Südamerika. Die größten europäischen Betätigungsfelder liegen in der Nord– und Ostsee.

In Südkorea wird derzeit mit dem Bau des größten Offshore-Windpark der Welt begonnen. Das Land ist derzeit stark von Kohle und Atomenergie abhängig. Der Windpark soll vor der Küste im Südwesten des Landes errichtet werden und eine Kapazität von bis zu 8,2 Gigawatt haben. Das sei vergleichbar mit der Leistung von sechs Atomkraftwerken. Südkorea verfügt derzeit noch über 24 Atomkraftwerke, das ist die weltweit höchste Dichte eines Landes. Im Jahr 2034 sollen es noch 17 sein. Das Land ist von drei Seiten von Meer umgeben und eines der führenden Technologiehersteller der Welt. Der Bedarf nach Strom ist immens.

Grundsätzlich wird zwischen Anlagen auf dem Festland (Onshore) und solchen auf offenem Meer (Offshore) unterschieden. Letztere sind größer leistungsfähiger, haben ein stabileres Windaufkommen und keine Probleme mit Anrainern. Deswegen sind sie für Investoren auch ungleich attraktiver.