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Supermarkt-Test: So viel importierter Honig liegt in österreichischen Regalen

Bild: pixabay
Eine aktuelle Erhebung in der ersten Dezemberwoche in den elf größten Supermärkten der Steiermark zeigt, wie stark der importierte Honig in heimischen Supermarkt-Regalen mittlerweile verbreitet ist.

In den heimischen Supermärkten findet sich mehrheitlich ausländischer Honig. Knapp 70 Prozent des Honigs in den Regalen kommt nicht aus Österreich, hat die Landwirtschaftskammer (LK) Steiermark erhoben und nennt das Ergebnis „sehr ernüchternd“. Für Honigfreundinnen und -freunde sei es zudem oft sehr schwer herauszufinden, woher das Produkt kommt. Die LK fordert daher Transparenz durch Angabe der Herkunftsländer auf dem Etikett. Empfohlen wird der Direktkauf beim Austro-Imker.

Nicht selten habe ein Glas Mischhonig mehr als 30.000 Kilometer auf dem Buckel, bevor der Inhalt aufs Butterbrot, den Tee oder in die Mehlspeise kommt, kritisiert die LK. Gekennzeichnet seien diese Mischhonige meist „lapidar mit ‚Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern‘, ohne das Herkunftsland genau anzugeben„. Auf Honigen von heimischen Imkern muss der genaue Name des Honigs (z. Bsp. Lindenblütenhonig) und die Adresse der Imkerei angegeben.

Der Biohoniganteil liegt bei 18,4 Prozent. Aber selbst die Hälfte des Biohonigs im Supermarkt kommt aus dem Ausland. Auch hier gibt es Mischhonige die laut Kammer beispielsweise aus Thailand, Mexiko oder Brasilien stammen.

Kritikpunkt für die Kammer ist auch, dass die beiden größten österreichischen Honiganbieter auch fast nur ausländische Honige und Mischhonige im Sortiment hätten. Es gehe grundsätzlich um eine eindeutige Kennzeichnung von ausländischem Honig, fordert die Kammer klare Angaben auf den Gläsern. Konkret soll bei Honigmischungen jedes Herkunftsland mit der Prozentangabe der vermischten Honigmenge angegeben werden. Auf dem Etikett von Honig aus fernen Ländern könnte beispielsweise Folgendes stehen: 70 Prozent Ukraine, 25 Prozent China und 5 Prozent Italien.

Insgesamt wurden 234 Honige für die Untersuchung unter die Lupe genommen.

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