KÄRNTEN ECHO

Superblock löst Begegnungszone ab

Bild: Foto: wien.gv.at
Basken und Katalanen haben bereits Superblocks. Wien und andere europäische Großstädte wollen das Konzept der urbanen Verkehrsberuhigung ebenfalls einführen.

Aber was ist ein Superblock?

Ein Superblock ist eine etwa 400 mal 400 Meter messende Einheit aus mehreren Häuserblocks. Eigentlich wie ein riesiger Gemeindebau mit einem grünen Innenhof, Fußgängern, spielenden Kindern und höchstens Radverkehr. Die einzigen Fahrzeuge sind die der Bewohner*innen, die im Schritttempo in ihre Garagen fahren. Und vielleicht die Einsatzautos, die Müllabfuhr. Der Verkehr, der vor der Installierung der Verkehrsberuhigung durch die Straßen rollte, wird jetzt um den Superblock umgeleitet. Parkplätze werden gestrichen und es werden Begegnungszonen aus den Durchzugsstraßen gemacht. Da die maximale Länge der Häuserreihe 400 m sind, zahlt es sich garnicht aus mit dem Auto zu fahren.

Superblocks sind mittlerweile in mehreren Städten Spaniens verwirklicht. In Barcelona, der ersten Großstadt, wo seit 1993 diese Form der Verkehrsberuhigung gang und gäbe ist, wies man nach einem Jahr Betrieb in einem Viertel auf 40 Prozent weniger Auto-Aufkommen hin.

In Wien will man in Favoriten den ersten Superblock/das erste Supergrätzl entwickeln. Denn dort gibt es ein hohes Verkehrsaufkommen, eine hohe Bevölkerungsdichte, wenig Grün aber gute Bus- und U-Bahnanbindungen.

Was für einen Superblock spricht: Durch die kurzen Fußwege beginnen sich immer mehr Nahversorger im Viertel anzusiedeln.

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