KÄRNTEN ECHO

Müll in den Alpen: Nimm deinen Mist mit

Bild: pixabay
Kampagne des Umweltministeriums gegen Littering, das achtlose Wegwerfen oder Zurücklassen von Abfällen an öffentlichen Plätzen und in der Natur.

Obwohl Österreich über ein sehr gut funktionierendes flächendeckendes Abfallmanagement und Entsorgungsangebot verfügt, landen jedes Jahr Unmengen an Abfällen in der Umwelt, von Verpackungen über Zigarettenstummel und Kaugummis bis hin zu Elektronikaltgeräten.

Littering ist nicht nur optisch eine Belästigung, es zieht auch ernste ökologische und ökonomische Konsequenzen mit sich. Die Qualität natürlicher Lebensräume wird beeinträchtigt, alljährlich fallen hohe Reinigungskosten an, um die zurückgelassenen Materialien zumindest teilweise zu erfassen und fachgerecht zu entsorgen.

Besonders betroffen sind öffentliche Plätze, Verkehrsumschlagplätze, das Umfeld von Take-Away-Restaurants, Tankstellen oder Einkaufszentren und durch Freizeitaktivität stark belastete Naturerholungsbereiche (z.B. Badeseen, stark frequentierte Wochenendausflugsziele). Grundsätzlich gibt es kein einheitliches Rezept gegen Littering. Initiativen wie der Pfand für Einweggetränkeflaschen oder die erweiterte Herstellerverantwortung hinsichtlich der Reinigungskosten helfen weggeworfene Getränke- und Take-Away-Verpackungen direkt einzudämmen. Zugleich gilt es, das Problembewusstsein in der Bevölkerung zu stärken. Wo einmal Abfall liegt, wird immer mehr dazu geworfen.

Die Studie „Littering in Österreich“, durchgeführt vom Umweltbundesamt im Auftrag des BMK, gibt erstmals einen bundesweiten Überblick über diesen abfallwirtschaftlichen Aspekt. So wurden 2018 bei 2.774 Flurreinigungsaktionen, die von den Abfallwirtschaftsverbänden gemeinsam mit den Landesregierungen, den Gemeinden und anderen Organisationen/Vereinen organisiert wurden, rund 1.000 Tonnen Abfälle eingesammelt. Österreichweit waren daran über 163.000 Freiwillige beteiligt. In den vergangenen Jahren ist das Problembewusstsein zumindest in Teilen der Bevölkerung gestiegen – immer mehr Menschen nehmen österreichweit an den Reinigungsaktionen teil.

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