KÄRNTEN ECHO

Kostensteigerungen bei Futtermitteln bedrohen Selbstversorgung in Österreich

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Greenpeace, Erzeugergemeinschaft (EZG) Frischei und Donau Soja fordern Lebensmitteleinzelhandel und Politik zu raschem Handeln auf. Regierung und LEH gefordert, Betriebe zu entlasten.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace, die Erzeugergemeinschaft Frischei und Donau Soja fordern heute rasches Handeln von Politik und Lebensmitteleinzelhandel, um die Preissteigerungen bei Futtermitteln in der Frischeiproduktion abzufedern. Österreichs Legehennenbetriebe haben sich seit Jahren zu europäischen, gentechnikfreien Futtermitteln verpflichtet. Die Futterpreise haben sich jedoch im Vergleich zum letzten Jahr verdoppelt und machen derzeit 60 Prozent der Gesamtkosten der Legehennenbetriebe aus. Erhöhte Energiepreise erschweren die Lage zusätzlich. Die Betriebe geraten durch diese Preissteigerungen unter immer größeren Druck. Greenpeace, EZG und Donau Soja fordern von der Bundesregierung, durch die Umsetzung einer Herkunftskennzeichnung in Gastronomie und Handel für faire Bedingungen zu sorgen und vom Lebensmitteleinzelhandel die Abgeltung der Mehrkosten durch flexible Verträge sicherzustellen.

Der Konsum von Eiern ist zu Ostern besonders hoch: 80 Millionen Eier werden hierzulande verbraucht. Ein guter Zeitpunkt, sich den Wert dieser Lebensmittel vor Augen zu führen.

Die Organisationen appellieren auch an alle LandwirtInnen und KonsumentInnen, weiterhin zu umweltschonenden und regionalen Produkten mit hohen Tierwohlstandards zu greifen.

… denn ein bewusster Konsum, weniger Verschwendung und mehr Wertschätzung sind jetzt wichtiger denn je. Der Krieg in der Ukraine darf nicht unser Ernährungssystem gefährden oder dazu führen, dass wir unsere hohen Standards herabsetzen plädieren Greenpeace sowie die Produzenten und Produzentinnen.

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