KÄRNTEN ECHO

Klare Worte von Bernhard Marin zu den Luxuspensionen

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Der Pensionsexperte sieht sie als Teil eines ungerechten Systems. Für ihn sind Luxuspensionen eine "Selbstbedienung an öffentlichen Kassen".

Der Nationalrat hat abgestimmt. Die Luxuspensionen werden gedeckelt, denn bis zu 30.000 Privilegierte kassieren bis zu 30.000 Euro monatlich. Das versteht niemand. Pensionsexperte Bernhard Marin kritisiert seit Jahren das zweigleisig laufende Pensionssystem von ASVG-Pensionen, die wirklich selbst erarbeitet wurden und der Parallelwelt der Luxuspensionen.

Der Parallelwelt der Lusxuspensionen von Nationalbankern, Politikern und Kämmerern. Marin ist für eine Abschaffung der Luxuspensionen und meint, die wären nie und niemals über den eigenen, eingezahlten Pensionsbeitrag des Pensionsbeziehers erbracht worden.
Seiner Meinung nach ist das eine Form der „Selbstbedienung“ und er nennt es auch sehr klar „strukturelle Korruption“, denn die Bezieher fänden nichts dabei sich die unverschämt hohen Summen selbst zu verschreiben.

Im Angesicht der wachsenden, alternden österreichischen Bevölkerung gehört die Diskussion um die Pensionen mit aller Offenheit geführt. Es gehören die alten Bedienungssysteme auf ihre Sinnhaftigkeit hin hinterfragt, sowie die Angst der Parteien vor den Stimmenverlusten der eigenen Klientel hintangestellt. Es scheint, als hätte Österreich zwar das Führen von Adelstiteln abgeschafft, aber über die Hintertür kam der Luxuspensionsadel als neuer Geldadel bei der Tür herein.

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