KÄRNTEN ECHO

Katastrophale Bilanz bei Fertigprodukten: Erkennbare Herkunft der verwendeten Eiern liegt bei nur 3 Prozent!

Bild: pixabay
Ein aktueller Einkaufstest der Landwirtschaftskammer bei Halbfertig- und Fertigprodukten in denen Eier enthalten sind, kommt zu einem erschreckenden Ergebnis.

Demnach konnte nur bei 1 von 31 getesteten Produkten die Herkunft der Eier nachvollzogen werden, bei 97 Prozent ist sie nicht erkennbar. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass in den über 13.000 in Supermärkten angebotenen Lebensmitteln, in denen Eier enthalten sind, die bei uns verbotenen Käfigeier aus dem Ausland dominieren.

Das oft vorgebrachte Argument der Industrie, dass der Einsatz von heimischen Eiern zu einer starken Verteuerung der Produkte führen würde, ist unzulässig, zeigen doch Berechnungen, dass etwa Biskotten, mit heimischen Freilandeiern hergestellt, nicht mal 2 Cent pro Packung mehr kosten.

Bei verarbeiteten Produkten gibt es so gut wie keine Transparenz, sagen deshalb Tierschützer. Die Konsumenten können daher mit ihrem Griff ins Regal leider nicht die heimische Landwirtschaft oder das Tierwohl fördern, wie das so oft fälschlicherweise behauptet wird. Stattdessen unterstützen sie unerkannt und ungewollt die Tierfabriken u.a. in der Ukraine, wo Hühner in engen Käfigen stecken. Es wird erwartet, dass die wichtigste Forderung des Tierschutzvolksbegehrens, die verpflichtende Kennzeichnung bei Lebensmitteln, endlich umgesetzt wird. Der Profit der Konzerne darf nicht länger wichtiger sein als der Wille der Bevölkerung, der Schutz der Tiere und das Wohl der heimischen Bauern, so Sebastian Bohrn Mena, Bundeskoordinator von oekoreich und Initiator des Tierschutzvolksbegehrens.

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