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Immer mehr Arsen im Grundwasser Südostasiens

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Arsenbelastung in einigen asiatischen Böden mittlerweile so hoch, dass sie zu bedeutenden Ernteverlusten führt – denn Arsen ist auch für Pflanzen giftig.

In mehreren Studien seit 2013 haben Wissenschaftler bereits nachgewiesen, dass arsenhaltiges Grundwasser zu hohen Ernteverlusten im Reisanbau führen. Das Halbmetall Arsen kommt natürlicherweise in Sedimenten vor und gelangt durch Verwitterung in geringen Mengen ins Grundwasser. Über längere Zeit eingenommen, ist es schon bei niedrigen Konzentrationen sehr giftig für den Menschen. Es kann übermäßige Hautpigmentierungen, Funktionsstörungen von Leber, Niere und Herzkreislauf sowie Krebs auslösen.

Nicht nur in Hanoi sondern auch in Dhaka und Peking sind ähnliche Prozesse im Gang. Die Trinkwassersysteme an vielen Orten der Welt werden auf den Kopf gestellt.

Das es zu immer mehr arsenhaltigem Grundwasser kommt hat aber vor allem damit zu tun, dass die großen südostasiatischen Städte ihre Grundwasservorkommen hemmungslos für Trink- und Brauchwasser ausbeuten. die Grundwasserspiegel sinken. Und so fließt immer mehr arsenhaltiges Wasser aus tiefen Sedimentschichten nach. Menschen, die nicht an den Wasserleitungen angeschlossen sind, wo das Arsen von der Stadt entfernt wird, vergiften sich langsam durch ihre privaten Grundwasserbrunnen. Und sie verwenden das Wasser auch in den Reispflanzungen.

Eine weitere Trinkwassserbelastung entsteht durch Fracking. Eine US-Studie hat dazu neue Hinweise auf Belastung von Trinkwasser durch das sogenannte Fracking ergeben. Brunnen in der Nähe von Fracking-Anlagen seien häufig mit Methan, Ethan und Propan belastet, berichten Forscher der Duke University.

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