KÄRNTEN ECHO

Heute am 24. März ist Welttuberkulose-Tag

Bild: Pixabay
Der heutige Welttuberkolose-Tag erinnert daran, dass im Schatten der Corona-Pandemie nicht auf die Leidtragenden anderer Krankheiten vergessen werden darf.

Die durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit Tuberkulose (TBC) kostet weltweit täglich 4000 Menschen das Leben, darunter auch Kinder. In der Regel befällt TBC die Lungen seiner Opfer, seltener sind auch andere Organe betroffen. Zur Prävention sind Hygienemaßnahmen sowie eine schnelle Diagnose, Isolierung und Behandlung der Erkrankten unumgänglich. Ähnlich wie bei Covid-19 erfolgt die Infektion meist via „Tröpfchen“.

Eine wirksame Impfung gegen den 1882 von Robert Koch entdeckten Erreger gibt es noch nicht. Derzeit befindet sich eine Reihe von Vakzinen in der Entwicklung. Auch wenn in Österreich die Infektionen rückläufig sind, wird das Bakterium durch Reisende aus betroffenen Gebieten immer wieder ins Land eingeführt.

„Hier müssen wir dringend ansetzen und die Bemühungen intensivieren. Wir leben alle auf demselben Planeten. Es kann uns nicht egal sein, was anderswo passiert. Wie schnell sich lokale Epidemien zu globalen Pandemien auswirken können, spüren wir momentan tagtäglich. Es gibt hochwirksame Medikamente gegen Tuberkulose, nur sind diese für viele betroffene Menschen nicht leistbar“, sagt Ralph Schallmeiner Gesundheitssprecher der Grünen.

Es ist wichtig ärmeren Ländern bei Diagnostik und Behandlung zu helfen. Neben der Unterstützung der Gesundheitsbehörden anderer Länder, der Entwicklung eines Impfstoffes und der Weiterentwicklung der Therapie wünscht sich Schallmeiner vor allem generalpräventive Maßnahmen.

„Alles, was das Immunsystem stärkt, ist schlecht für TBC. Das bedeutet viel Bewegung, frische Luft, und sich beim Rauchen, Essen und Alkohol zurückhalten“, so Schallmein abschließend.