KÄRNTEN ECHO

Geisterfahrerstatistik 2021: Kärnten auf dem 4. Platz

Bild: pixabay
Im Vergleich zu den den Autobahnen in Österreich mit Geisterfahrermeldungen des Jahres 2021 ist die A2 die Strecke mit den meisten Geisterfahrern. Und hier liegt der Wörtherseeabschnitt der A2 in der Reihung ganz vorne.

Anlässlich der heute veröffentlichten Bilanz zu Geisterfahrten in Österreich erinnert der ÖAMTC an die wichtigsten Verhaltenstipps. ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger weist darauf hin,  dass es einige Verhaltensregeln gibt, mit denen man sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer und Teilnehmerinnen schützen kann.

Die wichtigsten Tipps der ÖAMTC-Expertin bei Geisterfahrern und Geisterfahrerinnen-Alarm:

* Verkehrsfunk hören – der sollte während einer Autofahrt ohnehin immer aktiviert sein.

* Bei einem Alarm zu einem entgegenkommenden Fahrzeug möglichst ruhig bleiben, nur rechts fahren und auf gar keinen Fall überholen.

* Tempo reduzieren – eventuell notwendige Ausweichmanöver müssen im niedrigen Geschwindigkeitsbereich durchgeführt werden, sonst droht Schleudergefahr.

* Warnblinkanlage einschalten.

* Nach Möglichkeit einen Parkplatz aufsuchen und warten bis über das Radio eine Entwarnung durchgegeben wird.

* Wenn man jemanden sieht, der/die in der falschen Richtung unterwegs ist, sollte man über die nächste Notrufsäule die Autobahnmeisterei alarmieren. Dadurch kann automatisch der genaue Standort ermittelt werden.

* Beim Hilferuf mit dem Handy auf die genauen Autobahnkilometer achten, um den Abschnitt präzisieren zu können.

* Hat man den Verdacht, jemand könnte z. B. eine falsche Auffahrt nehmen, per Hupe/Lichthupe auf den Irrtum aufmerksam machen.

Und was ist, wenn man nun selbst in der falschen Fahrrichtung unterwegs ist?

Es sollte nicht passieren, kann aber dennoch vorkommen: Unbekannte Strecken, verwirrende Auffahrten an Raststationen, Ablenkung, Müdigkeit oder ein verrücktspielendes Navi sind Beispiele für Gründe, wieso Lenker und Lenkerinnen als Geisterfahrer auf eine Richtungsfahrbahn geraten können.

Deshalb ist es wichtig bei längeren Fahrten Pausen zu machen. Und bei Müdigkeit oder gesundheitlichen Beschwerden die Fahrt sofort zu unterbrechen. Bei schlechten Sichtverhältnissen sollte man besonders genau auf Umgebung und Verkehrsschilder achten – hier spielt auch die Aufmerksamkeit von Beifahrern eine wichtige Rolle, stellt die ÖAMTC-Expertin klar. Und besonders wichtig: NIE auf das Navi hören, wenn es auf der Richtungsfahrbahn zum Umkehren auffordert. Das ist leider auch immer wieder ein Grund für Geisterfahrten.

Kommt es dennoch dazu, dass auf der Autobahn plötzlich Gegenverkehr herrscht, obwohl es keine Baustelle gibt, sollte man wie folgt reagieren:

* Sofort die Warnblinkanlage einschalten, um andere Autofahrer zu warnen.

* Sofort das Tempo reduzieren.

* So weit wie möglich an den nächstgelegenen Fahrbahnrand fahren, sofort anhalten, hinter der Leitplanke Schutz suchen und auf das Eintreffen der Exekutive warten.

* Niemals die Fahrbahn kreuzen, weil man im Stress leicht ein sich näherndes Fahrzeug übersehen kann.

* Auf keinen Fall versuchen, mit dem Fahrzeug zu wenden oder mit dem Rückwärtsgang die Autobahn wieder zu verlassen, denn das Risiko, dadurch herankommende Fahrzeuge zu gefährden, ist viel zu hoch.

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