KÄRNTEN ECHO

Auch Lebensstiländerungen gehören zur Bewältigung der Klimakrise

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Soll die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad Celsius beschränkt werden, müsse es sofort zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen kommen, warnen Forscher und Forscherinnen

Zwar hat Kanzler Kurz von Innovationen und mehr Technik gesprochen, um die Klimakrise zu bewältigen, aber genau das hat gerade in den Zustand geführt, in dem wir jetzt sind. Denn wir wollen nicht verzichten. Und haben auch in den letzten Jahren nicht verzichten wollen.

Wie uns aber seriöse Forschung erläutert, sind die Superinnovationen im Bereich der Technik noch garnicht im Großen einsatzbereit um Treibhausgas aus der Atmosphäre reduzieren zu können. Wir kommen also nicht umhin unseren Lebensstil zu überprüfen und zu verändern.

Wie wir in den vergangenen Tagen gesehen haben – und viele erlebten es am eigenen Leib – schert sich die Natur nicht um uns. Wird irgendwo ein Wald abgeholzt oder der Boden versiegelt dann rauscht das Wasser nur so herbei.

Die Forscher nennen den Verkehr den größten Klimasünder. Und nehmen wir noch die Straßenerrichtung, Autoproduktion und jetzt auch die Umweltzerstörungen für die E-Mobilität dazu, dann wird unser Versäumnis immer größer. Es ist nämlich auch ein Trugschluss anzunehmen, E-Mobilität wird uns retten. Wir verlagern nur den Focus, denn es wird die Wundertechnologie nicht geben, die unser System völlig unverändert lässt und gleichzeitig die Klimakrise bremst, sagt einer der führenden Klimaforscher.

Auch andere Klimaforscher und -Forscherinnen kennen kein Szenario in dem technologische Lösungen allein die Klimakrise aufhalten könnten. Und: Je länger gewartet wird, desto teurer wird die angestrebte Klimaneutralität. Die Klimaneutralität braucht nicht nur Veränderungen in der Wirtschaft, sondern auch beim Verkehr und in gesellschaftlichen Belangen.

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