KÄRNTEN ECHO

Die Stadtgalerie treibt’s bunt

Bild: Kulturreferent Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler mit den Kuratoren der Graffiti-Ausstellung, Florian Mikl und Stefan Wogrin, sowie mit Kulturabteilungsleiter Alexander Gerdanovits und Stadtgalerie Leiterin Mag. Beatrix Obernosterer. Foto: StadtKommunikation / Helge Bauer
Die aktuelle Ausstellung in der Stadtgalerie ist einer jungen, farbenfrohen Kunstrichtung gewidmet, der Graffiti-Art.

Die Ausstellung „Umlackiert“ in der Stadtgalerie gewährt einen tiefgehenden Einblick in die Kärntner Graffiti-Writing-Bewegung, die seit den 1980er Jahren immer sichtbarer wurde. Die Ausstellung ist in Kooperation mit „Urban Playground“ und „Spraycity“ entstanden – die beiden Verantwortlichen, Florian Mikl und Stefan Wogrin, haben die Schau kuratiert.

Zwischen Graffiti-Kunst und vandalistischen Schmieraktionen liegt ein großer Unterschied. Aus diesem Grund wollen Mikl und Wogrin mit der arrangierten Schau ein Bewusstsein für diese Kultur schaffen und möglichst authentische Einblicke geben. Über die gesamte Länge einer Galeriewand wurde ein real anmutender, mit Graffitis gestalteter Zugswaggon nachgestaltet, auch der Lendkanal, der für seine bunten Unterführungen bekannt ist, wurde als Miniatur nachgebaut.

Es gibt Einblicke in die unterschiedlichen Stilrichtungen der Graffiti-Art, Anleitungen zum Entschlüsseln von Botschaften, die mit den Kunstwerken vermittelt werden und zur Geschichte dieser in Wahrheit gar nicht so jungen Kunstrichtung: „Im Grunde könnte man Höhlenmalerei als Graffiti ansehen, denn auch hier wurden Botschaften mit Malerei vermittelt“, so Stefan Wogrin.

Alle zwei Wochen werden in einem Austellungsraum, der der Graffiiti-Szene gewidmet ist, neue Bilder gesprayt. „Das ist auch der Grund, warum wir diese Ausstellung bei freiem Eintritt belassen“, erklärt Stadtgalerieleiterin Mag. Beatrix Obernosterer. „Die Besucher sollen die Möglichkeit nutzen, öfter zu kommen, ständig neue Bilder zu sehen und den Künstlern bei der Arbeit zusehen können“.

Im Zuge der Ausstellung wird auch ein Wettbewerb ausgeschrieben. Graffiti-Künstler sind eingeladen, ihre Entwürfe für die Fassade im Eingangsbereich der Stadtgalerie zu entwerfen. Der Siegerentwurf wird zum Ende der Ausstellung verwirklicht. Infos dazu werden in den nächsten Tagen auf den Homepages und Social Media-Seiten von „Urban Playground“ und „Spraycity“ online gestellt.