KÄRNTEN ECHO

Museum des Nötscher Kreises beendete die Winterpause

Bild: Ausstellungseröffnung „Karl und Elfriede Stark“ im Museum Nötscher Kreis, Haus Wiegele..Im Bild: Wolfgang, Ullrike und Katharina Stark mit LH Peter Kaiser und Bgm. Alfred Altersberger, Urheber: Oskar Höher
LH Kaiser bei Ausstellungseröffnung „Karl und Elfriede Stark. Leben für die Kunst“

Das Museum des Nötscher Kreises hat nach der Winterpause wieder seine Pforten geöffnet. Es widmet die aktuelle Ausstellung „Karl und Elfriede Stark. Leben für die Kunst“ einem Künstlerehepaar, das mit den Vertretern des Nötscher Kreises eng verbunden war. Offiziell eröffnet wurde die Ausstellung von Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) gestern Sonntag.

„Nötsch, Gmünd, Bleiburg und Millstatt sind Kärntner Gemeinden, die auf ganz besondere Art und Weise durch Kunst und Kultur den Menschen ihrer Region eine Identität geben“, meinte Kaiser. Beeindruckt zeigte sich der Landeshauptmann auch von der aktuellen Ausstellung und den Werken von Karl und Elfriede Stark. Für Hausherrin Hermine Wiegele hatte der Landeshauptmann einen Blumengruß dabei.

Durch die Ausstellung führte Kuratorin Sigrid Diewald. Persönliche Worte für die Familie sprach der Sohn von Karl und Elfriede Stark, Wolfgang Stark. „Nötsch war die künstlerische Heimat für meinen Vater, er hat sich hier zuhause gefühlt“, sagte er. Begrüßt wurden die Besucherinnen und Besucher vom Nötscher Bürgermeister Alfred Altersberger (ÖVP).

Das Museum des Nötscher Kreises ist den in der Region geborenen Malern Sebastian Isepp (1884–1954) und Franz Wiegele (1887–1944) sowie den nach Nötsch zugezogenen Künstlern Anton Kolig (1886–1950) und Anton Mahringer (1902–1974) gewidmet. Der von ihnen gebildete Nötscher Kreis hat vor allem die Kunst der Zwischenkriegszeit entscheidend geprägt. Das Museum ist im Geburtshaus Franz Wiegeles untergebracht.

Karl Stark wurde 1921 im steirischen Glojach geboren und starb 2011 in Klosterneuburg. Er zählt zu den Hauptvertretern des österreichischen Expressionismus. Als junger Student der Akademie der bildenden Künste in Wien hatte er Anton Kolig noch persönlich kennengelernt. Seine Frau Elfriede teilte die Leidenschaft für die Kunst, übte sich auch selbst aus, bis eine 1953 einsetzende Sehbehinderung zehn Jahre später zu ihrer Erblindung führte.